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Geisterjagd: Destroy the spirit of Dresden Teil 1

Am Samstag sollten die Aktivit?ten gegen den Dresdner Opfermythos mit einer Antifa-Demo und der Blockade des Naziaufmarsches beginnen.

Vor Beginn der Demo sah es am Startpunkt recht traditionalistisch aus: lange nicht gesehene Mengen an Palit?chern, sogar eine Pace-Fahne. Der Eindruck glich sich etwas aus, zum einen, als schlie?lich auch die Antifas hinzutraten, die vorher wegen der K?lte in der Imbi?abteilung der Altmarktgalerie gewartet hatten, zum anderen, da der Lauti mit wirklich gut ausgesuchter Musik (elektronischer Frickelpop taugt auch sehr gut als kulturelle Kampfansage an den restaurativenKlassik- und Orchester-Fetisch der Nazibeschallung) Sprechch?re mit den Endreimen "Pack" und "Sack" und ?hnliches zu ?bert?nen vermochte.

Mit etwa 500-1000 Teilnehmenden zog die Demo durch die Altstadt, es gab lediglich kurze Gerangel, als Nazis in der N?he auftauchten. Bestimmend f?r den Eindruck der Demo d?rften jedoch die Wortbeitr?ge zum Dresdner Antisemitismus und zur Frauenkirche gewesen sein. (Nebenschauplatz: Beim Vorbeilaufen an der Synagoge fragte ich den Tr?ger den Pace-Fahne, ob er sie nicht wenigstens hier mal kurz zusammenrollen k?nnte, woraufhin er begann, mir einen Vortrag ?ber "deren Opfermentalit?t" zu halten, die ja auch f?r Krieg verantwortlich sei.)

Als nach der Aufl?sung am Pressehaus der Versuch, an Ort und Stelle zur Nazi-Route durchzubrechen, gescheitert war, diffundierten die Antifas in kleinen Gruppen zur?ck in die Altstadt und warfen einen Blick auf die gerade startende Nazidemo vorm Landtag, bis die Augustusbr?cke, auf der die Nazis auf ihrem R?ckweg auf die Altst?dter Seite laufen wollten, als Sammelpunkt ausgegeben wurde.

Da? hier beim Wettlaufen mit der als Absperrkette vorgesehenen Polizeieinheit genug Antifas schneller auf der Br?cke waren, d?rfte f?r den Rest des Tages den Ausschlag gegeben haben. Jetzt konnte mit 200-300 Leuten blockiert werden.

Nach und nach mischten sich auch wenige, allerdings ?u?erst auff?llig beflaggte Gr?ne ("Wir tun was gegen rechts"), PDSler (Friedenstaube) und Jusos (allen Ernstes mit SPD-Fahne) von ihren St?nden auf der benachbarten "Demokratiemeile" aus unter die Blockierenden. Statt der ?blichen drei R?umungsdrohungen der Polizei wurden es vier, weder der Versuch, einzelne nunmehr sitzende Blockierende wegzupfl?cken, noch die ?berredungsstrategie, uns einzeln "im Interesse" unserer "eigenen Sicherheit aus diesem Gefahrenbereich" herauszukomplimentieren, waren erfolgreich. Auch die auffahrenden zwei Wasserwerfer ?nderten trotz Schnee und K?lte nichts. Au?erdem - und das war wohl der zweite Wendepunkt - hatten sich mehrere Landtagsabgeordnete zwischen die Blockierenden und die Polizeikette positioniert.

Nun wurde unklar, ob die Nazidemo, die mittlerweile auf der Neust?dter Elbseite am Carolaplatz zum Stehen gekommen war, abweichend vom Plan ?ber die Carolabr?cke gef?hrt werden und damit an der Synagoge vorbeiziehen w?rden.

Als schlie?lich die Nachricht eintraf, da? die Nazidemo sich aufgel?st h?tte und nun in einzelnen Gruppen versuchen w?rde, ?ber die Carolabr?cke zu kommen, verlie?en mehr und mehr Antifas die Augustusbr?cke und sammelten sich an der Synagoge. Als sich allerdings herausstellte, da? lediglich ein Teil der Nazidemo vergeblich versucht hatte auszubrechen und sie immer noch alle geschlossen am Carolaplatz standen, sah es zun?chst so aus, als w?rde die geschw?chte Blockade auf der Augustusbr?cke nun brechen und die Nazis doch wie geplant weiterlaufen k?nnen.

Stattdessen entschied die Einsatzleitung der Polizei, die Nazis r?ckw?rts auf ihrer Demoroute ?ber die Marienbr?cke zum Landtag zur?ckzuf?hren.

Damit ist Dresdens Image maximal gereinigt worden, die von den "B?rgers" bef?rchtete "Vereinnahmung des 13. Februars" konnte abgewehrt werden und es gelang den Gr?nen und der PDS, sich als ausschlagebende Kr?fte der Blockade zu pr?sentieren. In den Nachrichten fimierten wir alle unter "Menschen" und "B?rger".

Tats?chlich mu?te ich mir von dem gr?nen Transparenthalter, den ich auf der Br?cke anfangs ohne Erfolg versucht hatte, dazu zu bringen, da? er ohne Parteiwerbung bleibt oder mit ihr geht, im Nachhinein vorwerfen lassen, da? die Augustusbr?cke keine gute Wahl f?r die Blockade gewesen w?re, da ja so nur verhidnert worden w?re, da? die Nazis durch die sch?ne Altstadt laufen. Noch ein Beleg daf?r, da? von der "Demokratiemeile" aus nicht nur die Wahrnehmung der Gr?nen Jugend getr?bt war.

Am Abend herrschte trotz umherschweifender Gro?gruppen von Nazis in der Neustadt bei den meisten Antifas anscheinend der Eindruck vor, da? ihr Job erledigt sei. Ob das diesj?hrige Motto, das aus der Kampfansage gegen die Stadt und ihre Geschichtspolitik nunmehr eine Art Aufruf zur Geisterjagd gemacht hat, den Begriff der eigenen Rolle durcheinandergebracht hat? Ob ein paar Stunden in der K?lte schon zuviel Anforderung an die Kondition sind? Ob die Vereinnahmung durch die "B?rgers" auch aus Bequemlichkeit so gut klappt? Ob es dennoch als positiv zu werten ist, da? sich in Dresden mittlerweile Anzeichen b?rgerlich-demokratischer Mindeststandards bemerkbar machen?

Daf?r, da? es in Dresden war, schon okay.
12.2.06 12:17
 



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