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Stuß und Selbstvergewisserung

Der Marsch zum Al-Quds-Tag - voran ein Kind mit Ayatollah-Schild, dann die vermummten Frauen, dahinter die zahlreicheren Kerle, insgesamt etwa 300-500 Leute - wirkte wie eine ?ffentliche Hypnoseveranstaltung. Der Beifahrer des Lautsprecherwagens, der Nazi Frank-Eckart Czolbe-Senft, beschwor mit manisch langsamer Stimme "Frie-den", "Frei-heit" und "Ge-rech-tig-keit" garniert mit Versen, die sich auf "Hebron ist besetztes Gebiet" reimten. Die Beschw?rung wurde klanglich zur Sonderpreis-Moderation im Kaufhaus, wenn es hie?: "Moslems verurteilen jeden Terror", "Moslems sind f?r Frieden f?r alle Menschen" und "Juden, Christen und Moslems Hand in Hand".

Die Polizei, die intern den Islamisten-Aufzug unter der Bezeichnung "Stu?" f?hrte ("Wenn ihr da vorn fertig seit, macht ihr beim Stu? weiter", "Ihr k?nnt jetzt zur Pro-Israel gehen, wir bleiben beim Stu?"), war den Gegendemonstranten gegen?ber ruppig und wie immer anma?end. Als sie drei Menschen mit zwei Israel-Fahnen von der Kantstra?e wegschubsten und dabei von einem Dutzend Pressefotografen begelitet wurden, wurden diesen drohend zugerufen: "Behindern Sie nicht unsere Ma?nahme!" Den Fahnentr?gern wiederum mehrmals damit gedroht, da? sie "eingewiesen" werden k?nnten.

An der Schl?terstra?e, dem Ort der Gegenkundgebung, hielt sich ein 77j?hriger Mann, der nicht von der Polizei gefilmt werden wollte, die Hand vors Gesicht, woraufhin er von einem fast doppelt so gro?en Polizisten im Vor?bergehen angerempelt wurde. Einen Meter weiter blieb der Rempler stehen, drehte sich zu dem wei?jahrigen kleinen Mann um und bellte: "Wenn Sie mich noch mal anfassen, bekommen Sie eine Anzeige wegen K?rperverletzung".

Als der Islamisten-Aufzug an der Schl?terstra?e vorbeikam, brachen die Teilnehmer der Gegenkundgebung, die hinter Absperrung wirkten wie im K?fig, in lautes Gejohle und Pfeifen aus, die Israel-Fahnen wurden geschwenkt und unpassenderweise ausgerechnet "Helvenu schalom aleichem" angestimmt. Entsprechend zeigten sich die Islamisten unbeeindruckt und machten lediglich beil?ufige Gesten. Die Angriffe, vor denen sie von ihrem Vorbeter immer wieder gewarnt worden waren ("La?t euch nicht provozieren", "Die Ordner m?gen eine Kette bilden, um ums vor den Provokationen der Gegendemo zu besch?tzen"), schienen sie weiterhin erst zu erwarten.

Zwei Stunden sp?ter fanden sich die meisten Teilnehmer der Gegenkundgebung vor der iranischen Botschaft ein, um gegen die antiisraelische Vernichtsdrohung des iransichen Pr?sidenten zu protestieren. Hier war das B?ndnis wie schon zuvor sehr breit. Hatten an der Schl?terstra?e Cem ?zdemir und DGB-Sommer gesprochen, war nunmehr eine starke religi?se Fraktion ("Jerusalem ist unser") und eine erdr?ckende Mehrheit Gutmenschen-B?rgertums vertreten. Vor der Kundgebung war zu vernehmen, wie sich allenthalben dar?ber gewundert wurde, wer eigentlich diese vermummten jungen Leute seien, die jetzt pl?tzlich auf "unserer" Demonstration herumlaufen und von Kommunismus reden: "Das ist wohl sicher der linke Rand."

So nachvollziehbar der w?hrend der recht kurzen, 100-200 Teilnehmende starken Kundgebung zelebrierte Wunsch nach Selbstvergewisserung war, er sorgte f?r eine ausgelassene Atmosph?re, die dem Anla? ?berhaupt nicht gerecht wurde. Auch die Antifanten, die mit ihren Fahnen hier nicht aufgefallen waren, wirkten eher ?berm?tig, als sie nach Abpfiff noch versuchten, gegen die an dieser Stelle nicht besonders aufgefallene Polizei noch ein paar Punkte zu sammeln.

Im "Berliner Fenster" war unterdessen seit dem Morgen, als der "Al-Quds-Tag" noch richtigerweise als "Demonstration gegen Israel" bezeichnet worden war, die Sprachregelung der Islamisten ?bernommen worden. Nun hie? es, sie h?tten "gegen die Politik Israels protestiert."

(scrupeda:"Ungeachtet des Ursprungs dieses Tages und seiner sehr eindeutigen Botschaft hie? es, es g?be keinen Grund und keine M?glichkeit, die Demo zu verbieten.")

(bessere zeiten: "War der Mullah von Delmenhorst ?berhaupt wieder als Vorbeter am Start? Die Demo war so kurz und schnell wieder vorbei, ich konnte es hinter den Absperrungen gar nicht erkennen.")
30.10.05 16:59
 



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