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Nicht auspacken!

>>Wann es zu dem Verfahren gegen Julia S. kommen wird, weiß sie auch nach mehr als einem halben Jahr noch nicht. Der Fall wird ebenfalls vor dem Landgericht verhandelt, sie und ihr Anwalt rechnen deshalb mit einer hohen Haftstrafe. »Drei Jahre Gefängnisaufenthalt könnten mich erwarten«, befürchtet sie. Seit sie wieder frei ist, ist sie ständig unterwegs, von einer Informationsveranstaltung zur nächsten. »Nach dem Knast geht der Stress erst richtig los«, sagt sie. Ihr Gesicht sei den Neonazis jetzt bekannt, sie begrüßten sie mit ihrem Namen, wenn es mal zu einer Begegnung komme, erzählt sie. Die fünf Monate in Untersuchungshaft hätten sie sehr verändert. Dennoch habe sie es bisher nicht bereut, die Aussage verweigert zu haben.<<

(Jungle World)
3.4.06 13:21


Der andere Job, der nie einer sein sollte

Sollte mal wieder jemand fragen wollen, warum ich denn so selten Lesungen mache, es von mir keine neuen Bücher gibt, warum ich überhaupt so wenig Umfangreicheres schreibe, warum ich nicht einfach mal bei dem und dem Verlag frage, den kennt man doch, das könne doch alles nicht so schwer sein etc. - so sieht das dann aus und deshalb gehe ich diese Kackjobs machen:

"Sehr geehrter Herr Kulla,

vielen Dank für Ihr Manuskript, wir haben es mit Interesse gelesen.

Doch leider steht unser Programm bis 2008 und wir sehen keine Möglichkeit, Sie dort noch unterzubringen.

Da Sie kein Rückporto mitgesendet haben, können wir Ihnen das Manuskript nicht zurückschicken. Lassen Sie uns bitte innerhalb der nächsten vier Wochen das Rückporto oder eine kurze Nachricht, dass wir das Manuskript vernichten können, zukommen.

Mit freundlichen Grüßen

Verbrecher Verlag"


Hier das abgelehnte Manuskript
7.4.06 15:41


Ein Cut-up für mich selbst

(Nachdem ich Adorno bereits gegen die Weltgeschichte vereinnahmt habe, präsentiere ich dem geneigten Publikum hier einen Adorno-Cut-up über die Lage des Cut-ups in der Kulturindustrie, wozu er selbstverständlich nie etwas gesagt hat.)


Das Subjekt opfert die Anschaulichkeit des Werkes, treibt es zu Lehre und Spruchweisheit und versteht sich als Repräsentanten einer nicht existenten Gemeinschaft, stets aber war ungewiß, ob die künstlerische Attitüde des Gröhlens und der Roheit diese in der Realität denunziert oder sich mit ihr identifiziert. Banausen sind solche, deren Verhältnis zu Kunstwerken davon beherrscht wird, ob und welchem Maß sie sich etwa anstelle der Personen setzen können, die da vorkommen; alle Branchen der Kulturindustrie basieren darauf und befestigen ihre Kunden darin. Diskussionen darüber, ob der positive Held negative Züge tragen dürfe, bleiben so schwachsinnig, wie sie dem klingen, der sie jenseits des Bannkreises vernimmt.

Erst im fragmentarischen, seiner selbst entäußerten Werk wird der kritische Gehalt frei. Das geschlossene Kunstwerk ist das bürgerliche, das mechanische gehört dem Faschismus an, das fragmentarische meint im Stande der vollkommenen Negativität die Utopie. In der bürgerlichen Gesellschaft sind die Künstler, wie alle geistig Produzierenden, genötigt weiterzumachen, sobald sie einmal als Künstler firmieren. An Notwendigkeit sie zu messen, prolongiert insgeheim das Tauschprinzip, die Spießbürgersorge, was er dafür bekomme. Das Wohin ist eine Form verkappter sozialer Kontrolle.
9.4.06 18:09


Schöne Referenz

Sonst maile ich immer die von mir Gesampelten an, aber heute kann ich mal sagen: Ich wurde gesampelt! Der Bremer beniflip hat einen Track unter Verwendung eines Samples aus meiner Lesung mit Susanne Paul und Peter Guhr in Dresden 2000 gebastelt: "Marek"

(Hier der Lesungsmitschnitt)
12.4.06 21:13


Ich erkenne Geschichte, wenn ich sie sehe

Weiter bin ich damit beschäftigt, die verschiedenen Versionen der russischen Revolution von 1917 zu sichten, um sie zu einem oder mehreren Cut-ups zu verbasteln. Der bisher schönste Satz - der zweite im folgenden Zitat - stammt aus der Einleitung zu Trotzkis "Geschichte der russischen Revolution" und klingt, als wäre ein deutscher Historist mitten dabeigewesen und hätte sich dann zurechtdrehen müssen, was er gesehen hat:

"Die Entwicklung einer historisch verspäteten Nation führt notgedrungen zu eigenartiger Verquickung verschiedener Stadien des historischen Prozesses. In seiner Gesamtheit bekommt der Kreislauf einen nicht planmäßigen, verwickelten, kombinierten Charakter."

Naja, solange es ein Kreislauf ist, kann er so viele Ecken und Kanten haben, wie er will. Those who repeat history are doomed to write it.
16.4.06 19:22


'Wem nützt es?' mal andersrum

>>Der kalifornische Verleger John Leonard, in dessen „Progressive Press“ die US-Ausgabe von"Verschwörungen, Verschwörungstheorien und die Geheimnisse des 11.9." erscheint, fordert als Aktionär der „Münchner Rückversicherung“, die mit zwei Tochterunternehmen die Milliardenschäden der Terroranschläge haftet, eine Mithaftung der US-Regierung zu prüfen, da diese von den geplanten Anschlägen informiert war. Einen entsrpechenden Antrag hat John Leonard für die Hauptversammlung am kommenden Mittwoch gestellt.<<

Wo steht das? In Bröckers' eigenem Blog.
16.4.06 23:31


Zion ohne ismus

Immer wieder höre ich den chassidischen Reggae von Matisyahu, der einige Ambivalenz besitzt. Einerseits finde ich religiöse Begründungen für Israel nicht so toll und sehe eine problematische Kompatibilität zwischen dem Reggae-Moralismus und dem bei Matisyahu omnipräsenten religiösem Moralismus. Andererseits tut es so gut, mal jemanden zu hören, der wirklich die Diaspora, die Repatriation, das Zion, das Jerusalem und das Babylon meint, wenn er davon singt. (Im Gegensatz zu all denen, die nur auf diesem Ticket mitfahren wollen.)

Entsprechend kann ich mich an "Jerusalem" nicht satt hören ("Burn in the oven in this century/And the gas tried to choke, but it couldn’t choke me"), hab bei "Dispatch the troops" soviel Euphorie wie Bauchschmerzen und kann solche Lagerfeuer-Theologie wie "What I'm fighting for" nicht ertragen.

17.4.06 22:56


Das kann man alles noch gebrauchen feat. Polytechnik

>>Nirgendwo sonst auf der Welt wurden bisher vergleichbare Mengen Biodiesel hergestellt. Das deutsche Rapsexperiment zeigt damit aber auch die Grenzen ökosauberen Wachstums auf. Gut eine Million Hektar, etwa ein Zehntel der gesamten bundesdeutschen Ackerfläche, werden inzwischen vom Rapsanbau belegt. Eine Ausweitung um weitere 500000 Hektar ist aus Expertensicht möglich.
Im günstigsten Fall wären also jährlich knapp drei Millionen Liter Biodiesel aus heimischen Äckern zu gewinnen. Dem steht jedoch ein aktueller Jahresbedarf der deutschen Bevölkerung von 130 Millionen Tonnen Mineralöl entgegen.
<<

Bei dieser Passage aus dem dieswöchigen Spiegel-Artikel "Bohrtürme zu Pflugscharen" mußte ich sofort an folgende Stelle aus Peter Fritzsches "Wie aus Deutschen Nazis wurden" denken:

>>Es müssen diese und andere Sondersammlungen gegen Ende des Krieges gewesen sein - bei denen Barmen immerhin noch 25 Kilogramm Zigarrenstummel und 194 Kilogramm Frauenhaar zusammenbrachte, letzteres als Ersatz für Kamelhaar und Mohair, das für die Riemenantriebe in Fabriken gebraucht wurde -, die den Agronomen Friedrich Aereboe in den zwanziger Jahren zu der Überlegung veranlaßten, daß die "Kriegspsychose" das "rationale wirtschaftliche Denken" wirklich beeinträchtigt habe. Alle in Bochum für das Sammeln von Obstkernen aufgewendete Energie konnte nicht einmal ein Prozent des Bedarfs der Stadt an Speiseöl decken.<<

Eine spätere Stelle wärmte jedoch meine polytechnische Seele:

>>Was die Natur in Jahrmillionen bewerkstelligte, erledigt das von Bodo Wolf patentierte "Carbo-V-Verfahren" in wenigen Stunden: Holz, Stroh und jede andere Form getrockneter organischer Substanzen wird in einer Apparatur von Brennern und Katalysatoren in ein Synthesegas verwandelt. Aus diesem gewinnt ein Fischer-Tropsch-Reaktor, wie auch bei der schon länger praktizierten Kohle- und Erdgasverflüssigung, Dieselkraftstoff.<<

18.4.06 21:46


Antisemitismus zum Feierabend

Der junge Kollege beteuerte auf dem gemeinsamen Heimweg, daß er kein Rassist und ein "extrem Linker" sei, daß aber die Juden die armen Leute ausnehmen würden, daß sie "mächtig auf die Kacke hauen", daß sie ganz bestimmt nicht die neuen Notebookprozessoren bauen und daß unsere Großeltern mit ihrer Abneigung gegen die Juden richtig lagen, denn die waren ja reich usw. usf. Nachdem ich mit meinen sachlichen Einwänden nicht mal seinen Redefluß unterbrechen konnte, ging ich dazu über, ihn darauf hinzuweisen, daß er ganz schön kranke Kacke im Kopf hat. Seine nun einsetzenden Beschwörungen, die Palästinenser müßten uns ganz besonders was angehen, weil wir als Deutsche ja schuld daran sind, daß die Juden dort sind, ließen sich von meiner Bemerkung, daß wir aus dieser besonderen Position heraus am besten die Klappe halten sollten, nicht eindämmen.

Er redete und redete, sagte zwischendurch nur halb im Scherz, ob wir uns jetzt deswegen kloppen sollten, worauf ich antwortete: "Vielleicht. Mal sehen." Schließlich ließ er sich darauf ein, noch etwas zumindest vergleichbar Schlimmes wie die Juden zuzulassen, und zwar die Amis. Das sei nämlich alles eine Frage der Mentalitäten, das würde den Einzelnen ausklammern, das Volk an sich - jetzt war er wieder auf die Juden zurückgekommen - sei eben so schlecht.

Nachdem ich ihm Pestilenz, Tod und Therapie an den Hals gewünscht hatte, verabschiedete er sich mit einem "Vielleicht sieht man sich mal wieder" und ich sagte: "Vielleicht demonstriere ich mal gegen dich."
20.4.06 21:07


Entschwörungstheorie Video

Endlich steht mein Vortrag vom 22C3 zur "Entschwörungstheorie" als Video zum Download bereit.

BitTorrent-Clients finden sich zum Beispiel hier, ein möglicher Player für mp4-Files ist der VLC media player.

Die ganze Show: null "Gentlemen, fire up your clients!"
21.4.06 18:58


'Potsdam jagt die Nazi-Schläger'

Jetzt sind rechtzeitig vor der WM die vernehmbaren Deutschen von der BZ-Redaktion bis zum Busfahrer zu aufrechten Antifaschisten geworden, die im Geiste von 2000 die härtestmögliche Bestrafung für eine Tat fordern, die sie noch vor kurzem nicht sonderlich gestört hätte. Unterschied zu sonst ist neben dem Termin die günstig verwendbare Formel vom "Deutsch-Äthiopier". Um an den Fürbitten vorbeizuschauen, die das Ausland über die Verbreitung deutschen Gedankenguts in Deutschland hinwegtäuschen sollen, mußte ich dahin gehen, wo Deutsche noch unter sich sind und entsprechend reden: in den Pausenraum "uff Arbeit" und in die letzte Treptower Kneipe vor Neukölln, einst Hort der DDR-Dissidenten.

Die Kollegen wünschten sich innig, es mögen, wie der Berliner Kurier es ihnen in Aussicht gestellt hatte, richtige Nazis gefaßt werden, welche ohne Haare und mit Hakenkreuz-Tätowierung. Daß die nun in grotesker Inszenierung Verhafteten schon in denselben mehr deutschen als rechten Dunstkreis gehören, in den sich die lieben Kollegen schon vor dem ersten Bier mit jeder einzelnen Äußerung auch einsortieren, paßte ihnen gar nicht.

Die Kneipeninsassen haben keine Zweifel. Die ganze Geschichte ist ein Witz, sagt einer, die Wirtin wiederum stellt ihre eigenen Überlegungen an. Über den Angegriffenen sagt sie: "Der war doch betrunken, der Mann. Der hat sich ausm Staub jemacht, während seine Leute zu Hause am Verhungern sind. Der war betrunken, der hat sicher auch jeglaubt, ihm jehört janz Deutschland. Der hatte sicher ooch sein' Anteil dran. Das können jenauso jut seine eigenen Leute jewesen sein." Woraufhin die Kneipenbewohner Pläne schmieden: "Man müßte allen, die nur zujekuckt haben, ooch uff die Fresse hauen." Und: "Man müßte 'ne Gegendemonstration machen."
23.4.06 20:03


Vernetztes Wohnen in Südkorea

Einerseits:

>>Gehen sie morgens zur Arbeit, werden brave Staubsaugerroboter sofort selbständig mit dem Hausputz beginnen.<<

Andererseits:

>>Erst nach dem biometrischen Scannen werden die Menschen Zugang zu ihren Wohnungen erhalten.<<

(Quelle: Spiegel, offline)
23.4.06 21:54


Abt. Gemeinnutz

27.4.06 11:48


Deniz Yücel again

27.4.06 11:53


Endgültige Absage...

...von Jörgs Verbrechern, aber ein schöner Satz: "Montagen sind ein sehr schwieriges Geschäft."
27.4.06 16:19


Der Heimweg kehrt zurück

Junger Kollege 1: "Wat hasten da für 'ne schwule Jacke, du Schwuchtel?!"
Junger Kollege 2: "Selber Schwuchtel!"
Junger Kollege 1: "Dann bin ick dit ehmd. Ick geh morgen ersma shoppen."
Junger Kollege 2: "Brauchstoma ne neue Jacke."
Junger Kollege 1: "Da holick mir aber ne lieber Thor Steinar."
Junger Kollege 2: "Naziklamotten."
Junger Kollege 1: "Gar keene Naziklamotten sind dit."
Ich: "Doch Naziklamotten."
Junger Kollege 1: "Thor is ja ersma n Gott."
Junger Kollege 2 (zu mir): "Der hat sich nämich schoma ne Thor-Steinar-Jacke jekooft mit dem neuen Logo, dit is ja nich vaboten. Und dann hat er's abjemacht und da war noch voll dit alte Logo drunter, wat so aussieht wie Hakenkreuz."
Junger Kollege 1: "Dit sieht jar nich aus wie 'n Hakenkreuz."

27.4.06 22:30


Mal was halbwegs Blogtypisches



Mein Notebook auf meinem Bett, fotografiert mit meinem gerade erstandenen Nokia N70. Es läuft der dritte Film des sowjetischen Fünfteilers 'Befreiung'.
30.4.06 12:01





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