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"Scapegoatism is what we must fight"

Meine Kritik an Reggae bzw. Ragga ist schon teilweise erh?rt worden: Der gerade am schwersten rotierende Song "One Love" von Bam Bam Babylon Bajasch richtet sich gegen Religion, live hatten sie letzten Samstag im Supamolly auch Antizyklischstes wie eine Koks-Hymne, Songs gegen Deutschland und Statements zu Homophobie pr?sentiert, was sie auch optisch konsequent fortf?hrten: die sechs eher kurzhaarigen jungen M?nner hatten sich Cinch- und Parallelportkabel ?ber den Kopf geh?ngt und eine Stoffm?tze dr?bergezogen. Getoppt nur noch durch das anschlie?ende Set von lfo demon, der mit einem Israel-T-Shirt vor einem Schild mit der Aufschrift "Rave for Communism" an Punk und Hardcore geschulte Breakcorekracher brachte.

Auch lustig: das USB-Fondue (leider wohl nur 1. April und so)
4.4.05 03:53


Neues von Klaus Hartmann

Der Vorsitzende des Freidenkerverbandes lie? sich am Freitag erneut in der jungen Welt, diesmal zwei Seiten lang, ?ber seine Vorstellung von den Antideutschen aus, gipfelnd im Verdikt: "Die ?Antideutschen? sind ein Produkt der postmodernen Zerst?rung der Vernunft und ein Instrument der Gegenaufkl?rung. Sie sind Feinde der Arbeiterbewegung und des Sozialismus, der Aufkl?rung und des Humanismus. Sie sind keine verirrten Linken, sondern neue Rechte, durch und durch rassistisch, eine reaktion?re Str?mung. Wer Aufkl?rung und Emanzipation verteidigen, wer der Zerst?rung der Vernunft und des Antifaschismus entgegentreten will, mu? die ?antideutsche? Ideologie entschieden bek?mpfen."

Der Artikel: Koordnierte Entsorgung des Antifaschismus
12.4.05 10:49


Das Wochenende: Breakcore und mauern

Gute und halbgute Nachrichten: Ich breche die Wohnungssuche mitten in Antiimperialistenhausen ab (sch?nstes Graffiti: "Solidarit?t mit Libyen"), es dauert noch etwa einen Monat, bis es auch richtig Netz gibt.

Lfo Demon legt heute im Bastard/Prater nach Delic auf, morgen sind nach dem PARTEI-Marsch aufs Brandenburger Tor die Society Suckers und Drop The Lime in der Zentralen Randlage (Sch?nhauser 172).
15.4.05 18:48


"Dank 'antideutscher Kommunisten' d?rfen Afrikaner wieder Neger sein!"

The closest thing there is to Freidenkerverband: BIFFF = Berliner Institut f?r Faschismus.
18.4.05 21:09


Die Mauer zwischen den Z?hnen

Im Bastard am Freitag: 4 Stunden auf die wieder umwerfenden Society Suckers (strikt von Karl-Marx-Stadt: "a manic combination of Breakcore opera, Rave hooks, pogo anthems and structural mayhem") und lfo demon (der leider Bajasch vergessen hatte und auch sonst zu inhaltlich Bedenklichem neigt, wenn man es denn ?berhaupt versteht*) warten, bei denen dann Epilepsie und Eklektizismus eins wurden. Oder so. N?heres demn?chst, wenn Oona ihre musiksoziologischen Dilemm?h an Breakcore theoretisch abarbeitet und vermutlich zu einem erfreulichen Schlu? kommt.

In der Zentralen Randlage am Samstag: Society Suckers verpa?t (allerdings lustige Konversation: Christian hielt unsere "Usual Suspect"-Pullis f?r Fanartikel eines schlechten D'n'B-Acts, ?u?erte sich dann aber anerkennend ?ber unser st?ndiges begeistertes Getanze: "Ihr seid ja alle verr?ckt." - da steht Systemausfall auf seiner Stirn...), dann aber Drop The Lime, was ein solches Brett ist, da? ich irgendwann kapitulieren mu?te. Was f?r ein Verstrahlungslevel bereits vorausgesetzt wurde! (Und vorausgesetzt werden konnte!) Wie gesch?digt der Typ offenbar sein mu?, um so abzugehen! (Was aber auch zu einer teilweise krassen Anh?ufung von, tja, b?sen Sounds, wie sie aus diesen stroboflackerigen, subjektiv zu lagerarbeiterm??igen D'n'B-Happenings bekannt sind...) Then again: Was f?r eine ?berwindung der industriellen H?rte - sie kann einem nichts mehr, wenn man danach tanzt! Wie zu erkennen ist, sehne ich Oonas Text herbei, um wenigstens etwas aus dem Gestammel herauszukommen.

Dazwischen vereinigte sich Die Partei ("Wir haben euch was mitgebracht - Mauer! Mauer! Mauer!") mit der WAF, um Verhandlungen ?ber den genauen Mauerverlauf zu f?hren. Die WAF m?chte Kreuzberg einmauern ("Kreuzberg mu? sterben, damit wir leben k?nnen!") und sodann fluten, denn: "Friedrichshain braucht einen Hafen!"

___________________________
*"Inhaltlich" ansprechender: Me de faggot dem a shot von Istari Lasterfahrer - ich denke ?ber einen Mash aus Koljah/Taiphun/H aka N "Danke nein", Destiny's Child "So Good" und Nasenbluten "100% no soul guaranteed" nach.
18.4.05 21:40


Japan

Auf der Suche nach Antijapanern bin ich dem Problem des japanischen Faschismus nachgegangen und habe eine ganze Reihe von bedenkenswerten Parallelen und Unterschieden zum Nationalsozialismus und ausmachen k?nnen.

Beiden gemein ist die sp?te Nationbildung und sp?t einsetzende Modernisierung, die von einem B?ndnis aus quasi-Absolutismus, milit?r-industriellem Komplex und l?ndlicher Feudalmacht ins Werk gesetzt wird; weiter die Focussierung auf Elektrotechnik und Geschichtsmechanik; der rasche Aufstieg zur imperialistischen Gro?macht bei gleichzeitiger Bev?lkerungsexplosion; nach dem Ersten Weltkrieg Entstehung faschistischer Ideologie mit gleichstarkem antikommunitischen und antimodern-antikapitalistischem Anteil; in den Zwanzigern politischer Terror von rechts; nach der Weltwirtschadtskrise Einsetzen gewaltsamer Krisenverwaltung (wie ?berall); zun?chst ?berraschend erfolgreiche kriegerische Expansion mit ungekannter T?tungsrate und Millionen toter Zivilisten; Werben um nationale Befreiungsbewegungen mit antikolonialer Rhetorik (vor allem Arabien, Indien); nahezu gleichzeitig entscheidende Niederlagen in Stalingrad und Midway; schlie?lich Kapitulation und Tribunale, Gebietsverluste; nach dem Krieg Verdr?ngung der eigenen Geschichte, "Wirtschaftswunder" auf der Grundlage des faschistischen Modernisierungsschubs (ausgebildete Facharbeiter, Sozialpakt und"Bollwerkfunktion" gegen Kommunismus, Japan: Hegemonie der familialen Wirtschaftsoligarchie [zaibatsu]); ab den Siebzigern Faschismusdiskussion auf marxistisch-leninistischer Grundlage.

Die Unterschiede wiederum sind einigerma?en erhellend f?rs Faschismusverst?ndnis. Japan fehlt n?mlich der in zahllosen Theorien f?r notwendig erachtete zentrale Staat, der sich in den 1880ern nur vor?bergehend und sehr sporadisch ausbildete. Vielmehr arbeitete die "freiwillige Gefolgschaft" (amaeru) gerade der Landbev?lkerung auf stark dezentraler und personaler Grundlage, ihre Brutalisierung im Krieg erfolgte ohne zentralen Vernichtungsplan oder ?berhaupt derartige Befehle. Die Faschisten selbst kamen ?ber den Organisationsgrad eines einflu?reichen Politzirkels nie hinaus, trieben aber die Gesellschaft mit immer neuen Putschversuchen weiter in die Faschisierung. Die entscheidenden Kriegseskalationen 1931 (Nordchina/Mandschurien) und 1941 (Pearl Harbor) erfolgten als beinahe autonome Handlungen des Milit?rs, wenn auch auf der Grundlage bereits ausgearbeiteter Pl?ne. Die Kapitalvernichtung folgte also direkt der Krise, die faschistischen Putschversuche erfolgten erst danach und scheiterten, nach dem Versuch einer Konsolidierung Anfang der 30er (Staatsverschuldung und Deflationspolitik) war es erneut der Ausbruch des Krieges in Kernchina (Massaker von Shanghai und Nanking), die die Gesellschaft vor vollendete Tatsachen stellte. Die gezielte Formung einer Volksgemeinschaft nach deutschem Vorbild begann erst Ende der 30er, als einerseits sichtbar wurde, da? China durch die Brutalit?t der japanischen Kriegsf?hrung eher noch motiviert wurde, andererseits das deutsche Vorbild durch seine milit?rischen Erfolge zu wirken begann.

Faschistische Schl?ger disziplinierten die Arbeiterschaft und die Verbindung aus Milit?r (vor allem der Marine und ihrer Luftwaffe) mit den zaibatsu erzeugte eine Deutschland vergleichbare Kriegswirtschaft, jedoch nahezu ohne eine zentrale staatliche Instanz. Deren Rudiment, der tenno (Kaiser), intervenierte mehrfach vergeblich gegen die milit?rische Expansion, konnte sich selbst nach Hiroshima, Nagasaki und dem sowjetischen Kriegseintritt nicht mit den Kapitulationspl?nen durchsetzen. Die japanische Nation zerfiel also nicht erst in Rackets, sondern bestand von vornherein und bis in die Gegenwart vorwiegend aus ihnen; gesellschaftliche Abteilungen, die bestimmte Teile der Modernisierung, der Subjektzurichtung und der Kapitalvernichtung praktisch selbstt?tig durchpr?gelten. Letztere bezog ihre Gewalt fast v?llig aus der Kaiserlichen Armee, der Staat als Untertanenfabrik war beinahe ?berfl?ssig, was sich auch an der vergleichsweise geringen Gewalt nach innen ablesen l??t - auf den japanischen Inseln keine KZs.

Bis zur heutigen Diskussion, die auf eine ML-Faschismusdiskussion, aber auch auf modernere Ans?tze zur?ckgreifen kann, bin ich noch nicht vorgesto?en, empfohlen wurde allenthalben ein achtb?ndiges Werk ?ber "Staat und Gesllschaft der Faschismuszeit" vom Sozialwissenschaftlichen Institut der Uni Tokyo von 1979.
18.4.05 22:45


Stuart Hall ?ber den Begriff "Diaspora"

"Lange Zeit habe ich den Begriff nicht benutzt, weil er im Wesentlichen in Bezug auf Israel gebraucht wurde. Das war der dominante politische Gebrauch und damit habe ich Probleme wegen des pal?stinensischen Volkes."
Interview mit Kuan-Hsing Chen, 1992


Die Benutzung von Diaspora statt Migration und von Babylon (das Exil unter kultureller Fremdbestimmung) statt ?gypten (Exil in Sklaverei) ist nach den weiteren Ausf?hrungen des Vordenkers der Cultural Studies beabsichtigt und keineswegs Lapsus, selbst wenn ihn die Gleichsetzung schon sprachlich weit rauszutragen scheint:

"Moses ist f?r die schwarze Sklavenreligion wichtiger als Jesus, weil er sein Volk aus Babylon [sic!] herausgef?hrt hat, aus der Gefangenschaft."
22.4.05 19:44


Malaclypse sez



bzw.



entnommen Zwyrds ?bersetzung der Principia Discordia von Malaclypse dem J?ngeren.
22.4.05 23:06


Gute Jungle, schlechte Jungle

Leichter ?rger beim Jungle-World-Lesen. Nadja Geer, die zuletzt schon den SPIEGEL-artigen Zweiseiter ?ber ihr Bild von deutschem Hip Hop verbrach, feiert in einer h?chst bem?hten Sprache M.I.A. ab, deren inhaltliche Entgleisungen vielleicht nicht die Riesentrag?die sind, aber vielleicht auch nicht so dargestellt werden m?ssen:

Die ?Terrorlyrics?, um es mal so auszudr?cken, zum Beispiel ?like Plo I don?t surrender?, m?ssen allerdings nicht so ernst genommen werden. Jeder rappt halt, wie er kann, und eine junge Frau, die, wie sie selber sagt, sich jahrelang nur mit Turnschuhen besch?ftigt hat, bevor sie von dem Selbstmordattentat ihres Cousins h?rte, l?sst sich hier einfach wegtragen von der Geilheit der Milit?rphrase.

Eher gewonnen hat seit letzter Woche aber Stell dir vor, der Papst stirbt von Horst Pankow, gerade mit dem Bunuel-Filmstill einer revolution?ren Hinrichtungsszene. Wie sagt die englische Sun - "From Hitler Youth to Papa Ratzi". Vielleicht hat Ratzinger aber auch noch dialektische Effekte wie eine st?rkere Deutschfeindlichkeit von abgesto?enen Christen in S?deuropa.

Wir werden uns noch alle wundern.

Ganz tolle Jungle (auch wenn ich an dem Tag in Mainz sein werde...)
25.4.05 01:23


Spirit shine

U-Bahnhof Kottbuser Tor. Ein junger Mann redet auf einen anderen ein: "Dann gab's da diesen Typen, der sa? am Rechner und hat gespielt, und seine Mutter kam rein und hat gesagt, er soll beten, er hat aber weitergespielt. Und sie kam wieder rein und hat gesagt, da? er beten soll, und er immer: Ja, gleich. Und dann ist er gestorben. Wei?te, weil man eben nie wei?, was kommt. Deswegen isses so wichtig, da?te immer betest. Und immer Inschallah sagen. - Ich find das Wort voll sch?n. Und wir sind die derbste Crew, Mann. Von Downtown Neuk?lln, Alter."
25.4.05 02:28


Antifa war auch schon mal souver?ner

Es war einsam bei den Befreiungs-Kundgebungen. Freitag schafften es 40 ?berwiegend sehr junge Antifas in die Landsberger 546 (erstes Berliner Haus, das die Rote Armee erreichte), am Samstag etwas mehr als 50 VVNler, PDSler, FDJler, lokale Punks und die Handvoll veranstaltenden, ziemlich ?berforderten Sympathen vom Antifaschistischen Aufstand K?penick zum Platz des 23. April.

Au?er wenigen Anwohnern und Feierabendverkehrsteilnehmern (Marzahn) und Spazierg?ngern (K?penick) d?rften die Aktionen kaum jemandem aufgefallen sein. Alles war gut gemeint und auch gut gedacht, aber recht mau umgesetzt. In beiden F?llen waren die Veranstalter nicht in der Lage, offenbar Verwirrte daran zu hindern, das Bild der Aktion zu ver?ndern.

In Marzahn stellte sich ein ?lterer Herr mit einem Plakat - Vorderseite: [Spasibo!] CA rettete alle Deutschen vor Hiroshima-US-NAtombomben; R?ckseite: Ami go home to South of Northern America - direkt neben die stra?enseitigen Transparente, also die eigentliche Sichtfl?che auf die Stra?e. Statt ihn dazu zu bringen, das Plakat runterzunehmen oder sich woanders hinzustellen, lie? man sich tats?chlich auf inhaltliche Diskussionen ein. Leider waren keine Fahnen am Start, um das Plakat einfach zu verdecken...

In K?penick wurden zun?chst vermeintliche Stasi-Leute, sp?ter die FDJler von einem sehr ?berdrehten jungen Mann beschimpft ("Da steht die Atombombe! Wegen euch habe ich Neurodermitis! Ihr verharmlost die Verbrechen des Kommunismus!"), der dann mit ein paar Punks direkt vor dem Mahnmal sa?, welche wiederum lautstark auf ihrem Recht bestanden, Deutschland gut finden zu d?rfen. Auch hier passierte au?er ein bi?chen Zur?ckgep?bel nicht viel.

Oh je!
25.4.05 23:12


Integration? Wann und wie?

Um unsere schwarzen Mitb?rger zu sehen, mu? man um halb vier Uhr nachts mit dem N44 durch Neuk?lln fahren, dann sind sie in der Mehrheit und auf dem Weg zur Arbeit. Sie sprechen ihren synkretischen Slang, da die selten mitfahrenden autochthonen Deutschen m?de sind oder betrunken oder beides. Angst kommt bei mir nicht auf, eher Neugier und die Idee, bei Gelegenheit - wenn ich nicht m?de oder betrunken oder anderes bin - rauszubekommen, was sie eigentlich genau tun und was sie daf?r kriegen.
27.4.05 14:07


Auf deinen Shirts stehen die Dinge, die du gerne w?rst

H?ufiger gibt es auf Prek?rendemos diesen Kapuzenpulli, oft gar gleich mehrfach zu sehen. Was f?r eine Zusammenfassung.
29.4.05 15:25





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