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Rubrik Antifa

23.7.06 18:26


Demoaufruf: Für Israel und sein Recht auf Selbstverteidigung

Hinter dem Ruf nach Frieden verschanzen sich die Mörder.
(Paul Spiegel, 2002)

Unbestreitbar: Seit dem 12. Juli 2006 herrscht Krieg im Nahen Osten. Unbestreitbar auch: Wem das Exis­tenzrecht Israels wichtig ist, der muß sich in diesem Krieg ohne Wenn und Aber auf Seiten des jüdischen Staats positionieren.
Die Öffentlichkeit hier und im restlichen Europa legt das Recht Israels auf Selbstverteidigung hingegen wieder einmal ganz anders aus: Diesem Staat wird nur das Recht zugesprochen, den Vorbereitungen zur eigenen Li­qui­die­rung tatenlos zuzusehen und bei der UNO Resolutionen einzureichen. Israels Militäraktionen seien nicht “verhält­nismäßig” heißt es immerzu; das Verhältnis, das man - wie die Äußerungen von Zapatero bis Steinmeier zeigen -, hergestellt sehen möchte, hätte aber zur Folge, daß sich der israelische Souverän solange dem internatio­nalen Recht beugen muß, bis es ihn nicht mehr gibt.

Kein Völkerrecht für Israel?

Israels Premier Ehud Olmert nennt die Militär­intervention “Operation angemessener Preis”: Und sie ist der angemessene Preis für das, was die Mörderbanden bereits getan haben, sowie für das, was sie noch vorhaben. Die israelische Bevölkerung im Norden muß schon jetzt Tag für Tag in die Bunker flüchten, Haifa wird beschossen, und die Hisbollah soll sogar über Raketen verfügen, die Tel Aviv erreichen. Und doch ist das, was Israel derzeit militärisch unternimmt, das Mindeste, was zu tun um des eigenen Überlebens willen unverzichtbar ist. Es finden keine maßlosen Vergeltungsaktionen statt; die Angriffe auf Ziele im Libanon sind vielmehr mit der kontrollierten Sprengung einer Bombe vergleichbar, die ansonsten demnächst unkontrolliert explodiert wäre, ohne daß die Bevölkerung rechtzeitig die Bunker erreicht hätte. Hinter dem an Israel gerichteten Vorwurf, seine Militäraktionen seien unverhältnismäßig, können sich heutzutage die alten Mordphantasien am Besten verbergen. Die Rettung von Jüdinnen und Juden galt hierzulande eben immer schon als unverhältnismäßig.

Die Israel Defense Forces (IDF) machen in diesen Tagen nur das, was sie immer schon tun und tun müssen, und was ihr Name schon besagt: Sie verteidigen Israel. Diese Verteidigung hat absolute Priorität, der Souverän des jüdischen Staates muß die Zufluchtsstätte aller vom Antisemitismus Verfolgten vor der Zerstörung bewahren, ob dabei nun das internationale Recht gebrochen werden mag oder nicht. Alle, die Israel vorwerfen, daß es das Völkerrecht breche - und da tun sich neben den ein­schlägigen Nahostexperten wieder einmal insbesondere sozialdemokratische Politiker hervor -, täuschen darüber hinweg, daß die Kräfte, gegen die Israel vorgeht, dieses Recht längst und ungezählte Male gebrochen haben - ungestraft von den internationalen Organisationen und nationalen Regierungen, die soviel vom Völkerrecht reden. Und so stellt die tatsächliche Bedrohung Israels immer nur unter Beweis, daß dieses Recht nicht wirklich existiert.

Im Gazastreifen wie im Südlibanon herrscht nicht das Recht, sondern Unstaat und Chaos. Bei diesen Gebieten handelt es sich um rechtsfreie Räume, in denen die Mörderbanden Hamas und Hisbollah, die beide lange von der EU gehätschelt wurden, ungestört die Vernich­tung Israels vorbereiten konnten: Mehr als 10.000 Mittel­streckenraketen gegen Israel sind im Libanon seit dem Abzug der IDF im Jahr 2000 von der Hisbollah angehäuft worden, und der Gazastreifen verwandelt sich zusehends in ein gigantisches Wehrertüchtigungslager, dessen Teilnehmer die Vernichtung des jüdischen Staates und aller Juden zum Ziel haben. Aus dieser gewollten, geplanten und immer gefährlicher ins Werk gesetzten Vernichtung schöpfen nicht nur die Mitglieder der Hisbollah und Hamas ihre politische Identität, sondern auch all die Hunderttausenden “Zivilisten”, die diesen zujubeln und sie auf jede erdenkliche Weise unterstützen. Es ist eine Identität der Hoffnung auf Erlösung, die sich wie einstmals die der Mörderbanden Hitlers aus der Vernichtung des Judentums speist. Die Auslöschung Israels ist nämlich zugleich eine unabdingbare Voraus­setzung zur endgültigen Durchsetzung des islamischen “Gottesstaates”. So ist das, was die israelische Armee in diesen Tagen tut, objektiv im Interesse all derer im Libanon - und dabei handelt es sich vermutlich um die Hälfte der libanesischen Bevölkerung -, die eine total werdende Herrschaft der Hisbollah nicht wollen, deren Konturen ihnen aber im Südlibanon bereits deutlich vor Augen geführt wurden: Eine Herrschaft, die nicht einmal die Aussicht auf Gleichheit vor dem Gesetz und auf das Minimum an Freiheit zuläßt, wie es von der bürgerlichen Gesellschaft gewährt wird, sondern ein “Gewaltmonopol” errichtet, das nichts anderes als unmittelbaren Zwang und ungeregelte Gewalt islamischer Banden bedeutet, worin jeder, der abweicht, verfolgt, verstümmelt oder hinge­richtet wird.

Freilassung der Entführten, Zerschlagung der Hisbollah!

Für Israel selbst handelt es sich um einen notwen­digen und unaufschiebbar gewordenen Akt, die NGOs und GOs der Vernichtung zurückzudrängen, ihre Infra­struk­tur zu zerstören, um so etwas Zeit zu gewinnen. Die permanenten Raketenangriffe auf israelisches Terri­torium und die Entführungen israelischer Soldaten konnten nicht unbeantwortet bleiben. Der Militäreinsatz wird keine Lösung des Nahostkonflikts bringen, er ist aber not­wendige Sisyphosarbeit in einer Welt, die den antisemiti­schen Vernichtungswahn überall systematisch hervor­bringt, und deren Avantgarde an den Landesgren­zen Israels auf unmittelbaren Vollzug setzt. Es ist eine lebensnotwendige, gefährliche Sisyphos-Arbeit, ohne die es für Israel keine Atempausen gibt. Ohne sie kann das Schlimmste nicht weiter verhindert werden; dieses Schlimmste zu verhindern, ist aber die Voraussetzung dafür, daß einmal wirkliche Versöhnung möglich wäre.

Israel tut alles, um seine Grenzen defensiv gegen den Terror der Suicide Bombers zu sichern - mit einigem Erfolg. Gegen angeblich irreguläre Formationen einer scheinbar nicht existenten Armee, die auf sein Territorium eindringen und Soldaten entführen, gegen Mittel­streckenraketen, die bald jeden Ort im Land treffen könnten, gibt es jedoch keine defensiven Maßnahmen. Die Raketen müssen dort unschädlich gemacht werden, wo sie abgefeuert werden sollen. Ihr Bedienungspersonal muß dort, wo es seinem Mordhandwerk nachgeht und in der Bevölkerung wie der berühmte Fisch im Wasser sich bewegen kann, versprengt werden. Jeder Waffen­stillstand, der nicht die Freilassung der Entführten und die nachhaltige Schwächung, besser: die vollständige Zerschlagung der Hisbollah beinhaltet, wäre eine Nieder­lage Israels und eine Einladung an die antisemi­tische Internationale zu neuen und noch grausameren Taten.

Zu diesem Krieg gibt es keine alternativen dritten Wege, schon gar keine pazifistischen. Wer den von der Regierung Olmert am 12.7. eingeschlagenen Kurs nicht teilt, tut es stets mit schönen Worten und ganz “im Namen der unschuldigen Opfer” auf beiden Seiten. Denen, die solcher verlogenen Friedensrhetorik aufsitzen sei gesagt: Wenn da einer alles daran setzt, Zivilisten zu schonen, dann ist es Israel; und wenn jemand jede Entmischung der “eigenen” Zivilbevölkerung von den Kombattanten systematisch verhindert und darüber hinaus in jedem Juden - bewaffnet oder unbewaffnet - sein Target erkennt, dann sind es dessen Gegner in der Region. Wer Israel und seine Bedränger auf eine Stufe stellt, weiß zwischen Zivilisation und totalitärer Herrschaft nicht zu unterscheiden. Wer auf den perversen Gedanken verfällt, Israel zu nötigen, mit der Hamas und der Hisbollah “Frieden” zu schließen, hat über den einzigen “Friedens­störer” schon das letzte Wort gesprochen: Erst wenn Israel von der Landkarte getilgt ist, so denkt es in all den Pazifisten weltweit, herrschen Ruhe und Harmonie im Nahen Osten, der dann allerdings der größte jüdische Friedhof der Welt wäre.

Alle, für die das Existenzrecht Israels keine Floskel in der Sonntagsrede ist, die man am Werktag kalt lächelnd verrät; die auch dann solidarisch mit dem jüdischen Staat sind, wenn er sich militärisch gegen eine Welt von Feinden wehrt; die wissen, daß jede Kritik am Antisemitismus sich gerade im Krieg an der Seite Israels und gegen seine Todfeinde bewähren muß; sind aufgerufen, sich am Freitag dem 28.7. an der Demonstration zu beteiligen.

Freitag, 28. Juli 2006, 17 Uhr, Steinplatz in Berlin-Charlottenburg (U-Bahnhof Zoologischer Garten/Ernst-Reuther Platz). Von dort werden wir uns in Richtung der Syrischen Botschaft in Bewegung setzen.

Bisherige Unterstützer:
Berliner Bündnis gegen IG-Farben, Café Critique, Redaktion Bahamas, Samuel Laster (www.juedische.de), Freunde der offenen Gesellschaft, Georg-Weerth-Gesellschaft Köln, Anetta Kahane (Amadeu Antonio Stiftung), Anti-Defamation Forum Berlin, Initiative Verteidigt Israel Kiel, Thomas von der Osten-Sacken (Wadi e. V.), typoskript.net, Gruppe 8. Mai Bielefeld, Jörg Walter, Autonome Antifa Nordost Berlin, Bündnis gegen Antisemitismus Leipzig, Olaf Gudat (Dortmund), AVIVA-Berlin, Milch und Honig e.V., Netzwerk jüdischer Frauen, AG „no tears for krauts“ Halle, Studienvertretung Politikwissenschaft der Universität Wien, Markus Ströhlein, B’nai B’rith Berlin (Raul Wallenberg Loge), Weblog Lizas Welt, torsun (egotronic)

Weitere Informationen unter www.redaktion-bahamas.org und www.cafecritique.priv.at
22.7.06 17:11


22.7.06 13:54


Stimme der Vernunft

>>Einige Teilnehmer der Demonstration zeigten sich unzufrieden mit den Parolen und betonten, dass im Mittelpunkt des Protestes politische Forderungen stehen sollten. Israel müsse "den Völkermord sofort stoppen".<<

(Berliner Friedenstreiberdemo bei Tagesspiegel)
22.7.06 00:59


Vergessen im Land der Erinnerungsweltmeister

In einem Saal in Leipzig-Connewitz fanden sich zum dritten Mal gut 70 Besucher ein, um die theoretischen Ausführungen der Gruppe in Gründung aus dem Umfeld des Kulturzentrums Conne Island zu verfolgen und zu diskutieren. War es an den vorangegangen Abenden um die Aktualität der Kritischen Theorie und den Islamismus gegangen, sollte nun, ausgehend von der Frage "Leben wir noch in einer bürgerlichen Gesellschaft?", zur Begriffsbestimmung des Bürgerlichen oder Nachbürgerlichen sowie des Postnazismus beigetragen werden.

Roter Faden war eine Kritik der Position, die als "antideutsch" bezeichnet wurde, wobei sich der Referierende letztlich an relativ wenigen Bahamas-Autoren orientierte. So wurde gegen Clemens Nachtmanns Rede von der "Krisenbewältigung in Permanenz" als Kennzeichen des Postnazismus (die nicht nur die seine ist) die Immanenz der Krise und ihrer Erscheinungen auch vorm Nationalsozialismus durchbuchstabiert: der Staat sei nicht erst seit den Nazis notwendiger Garant der Verwertung, "reinen Liberalismus" gab es nie, Verwertung ist automatisch unmenschlich, Nichtteilnahme führt zu psychischer und physischer Not, Individuen werden von fetischisierten Repräsentationsformen gelebt. Allenfalls das Lumpenproletariat, heute die Hartz-IV-Empfänger, erscheine als nachbürgerliche Klasse, Arbeiter waren als Warenbesitzer immer verbürgerlicht.

Nach diesen zutreffenden Zurückführungen wurde es nun beim Sprung vom Bourgeois zum Citoyen, vom Bürgertum zum Staatsbürger, im Vortrag etwas schwammig und im weiteren Verlauf auch recht bedenklich. Die gerade so richtig als Ideologie dementierte Vorstellung von der liberalen Phase, als deren Inkarnation die USA erscheinen, und die mit dem Ersten Weltkrieg oder der Weltwirtschaftskrise zu Ende gegangen sein soll, wurde nun gegen die deutsche Gegenwart aufgebaut. Als hätten sich die USA nicht durch die Zufälligkeit der Akkumulationsgeschichte konstituiert, als hätte der entfesselte Markt die alte Ordnung nicht deshalb dermaßen überrumpeln können, da sie nur mäßig präsent war, und so eine unleugbar andere Gesellschaft erzeugt, wurde die Idee einer deutschen Zivilgesellschaft auch gegen Rahmenrealität behauptet. Denn dem Citoyen ist nur die Fähigkeit zur nicht-selbsterfüllenden Einbildung von individueller Macht und individuellem Einfluß, von Autonomie und von der Zivilgesellschaft eigen.

Den Antideutschen(TM) wurde nun vorgeworfen, sie behandelten die deutsche Volksgemeinschaft als Fatum und bestritten so die Möglichkeit der deutschen Zivilgesellschaft. Das wiederum würde dazu führen, daß man auf den Messias warten und gleichzeitig auf den autoritären Staat zur Niederhaltung der NS-Rückstände vertrauen müßte. Stattdessen sei Deutschland so zivilisiert wie nie und es drohe kein Griff nach der Weltmacht. Als Beispiel dafür mußte herhalten, daß die Presse beider letzten Wahl ihre kritische Funktion erfüllt habe und Schröders Wiederwahl verhindern konnte. Es wurde also Entwarnung auf der ideologischen Ebene gegeben, dort wo in aller Empirieferne das Selbstbild der arrivierten Intellektuellen sich spiegelt und das gesellschaftliche Fundament ausgeblendet werden kann, das nach wie vor von Phänomenen wie den Burschenschaften, der Indogermanistik, der Bundespolizei, der grüngelabelten Technikfeindschaft, dem Geschichtsrevisionismus und den mutuellen Feind- und Freundbildern geprägt ist. Erscheinen mit starrem Blick auf eine historisch präzise Wiederholung des Nationalsozialismus die subtilen Umgehungsstrategien als Grund, den Alarm abzustellen?

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Weiter wurde also das Subjekt beschworen, dessen Verschwinden lediglich eine Tendenz der kapitalistischen Gesellschaft sei, keineswegs jedoch sei die Diskurs- oder Debattenfähigkeit aus ökonomischer, politischer, familiärer Situation ableitbar. In einer Zwar-aber-Sequenz wurde erst von einer "Vergleichgültigung der Erziehung" gesprochen, die das früher im Ödipalen geschmiedete Selbstbewußtsein aufgelöst hätte, was erstaunlicherweise von einer "Zunahme der Amokläufe im letzten Jahrzehnt dokumentiert" werde; danach vom Arbeitsmarkt, der "keine Untertanen, sondern stets kritisch reflektierende, flexible Arbeitskräfte" verlangen und deshalb nur temporäre Bindungen erlauben würde, was mit unschön klingenden Formulierungen wie "Anpassung auf Zeit", "Fehlen eines Über-Ichs", "Unfähigkeit zu dauerhafter Bindung" illustriert wurde. Nun der Dreh: Das Individuum sei dadurch aber auf sich selbst verwiesen. Daß es nur wenige Kritiker der Gesellschaft gäbe, sei auch vor 150 Jahren so gewesen. Dafür gäbe es eine reflektiertere Erziehung, freier und rücksichtsvoller. (Die für so ziemlich jedes Übel von der Vergewaltigung bis zum Drogentod verantwortlich gemacht wird...) Ohne Beleg wurde die Frage verneint, ob die Kulturindustrie das kritische Subjekt paralysieren würde, eher galt nun ausgerechnet Pop seinerseits als Beleg gegen die verwaltete Welt, die Kulturindustrie hingegen gleich als "Ausdruck des bürgerlichen Subjekts". Pop wurde wiederum erfahrungsfern an "Marken und Fernsehen" festgemacht.

Das auf, sagen wir mal, eigenwillige Weise ermittelte Integral lautete schließlich: pazifizierte Eliten seien fähig zum Appeasement mit dem Terror, nicht jedoch zum eliminatorischen Antisemitismus. Der Westen Deutschlands sei seit 60 Jahren im Normalzustand. 1968 hätte entgegen Nachtmanns Rede von der "Revolte gegen die Vermittlung" zur Zivilisierung der Gesellschaft beigetragen. Das klingt wie Feuilleton, beziehungsweise wie: dem Feuilleton geglaubt, denen, die sich ihre Legitimation herbeischreiben.

Viel spannender als der Vortrag war dann auch die Diskussion, und sollte es dieses Vortrags dafür bedurft haben, dann hat er darin seine Berechtigung. Gleich als erstes wurde natürlich eingewendet, daß Deutschland nicht zivilisiert wie nie sei, daß "Deutschland" als Bekenntnis gerade zur WM omnipräsent gewesen sei, daß außerdem die Erziehung in Zeiten von Hartz IV eher zur staatlichen Kandare tendieren würde, daß es schließlich weniger Kritiker denn je gäbe, da ja alle kapitalismusgläubig seien, und gar der 'Spiegel' hauptsächlich Biologismus propagiere.

Der Referent entgegnete, daß er daran festhalte, von "normalem Nationalismus" zu sprechen, da während der WM einem amerikanisierten Trainer und polnischstämmigen Spieler zugejubelt wurde. Er würde den verbreiteten Antisemitismus nicht leugnen, jedoch "alarmistischen Sprech" kritisieren wollen. "Normal" sei der neue deutsche Nationalismus in dem Sinne, daß er so sei wie der in anderen westlichen Staaten. Hartz IV wiederum würde versuchen, Leute aus Hartz IV rauszubekommen. Die Arbeiterbewegung, der kollektive Kritiker von vor 150 Jahren, "das waren keine ichstarken Individuen". Hoppla.

Ich selbst wies darauf hin, daß in England und Portugal die Wahrnehmung von Nichtjubelnden sehr viel entspannter war, daß andersrum die konservative britische Presse anmahnte, man möge sich doch im Umgang mit den Fahnen und in der Zurechtweisung der Nörgler ein Beispiel an Deutschland nehmen. Außerdem wollte ich nochmal erklärt bekommen, wie die deutschen Medien nun Schröders Wiederwahl verhindert hätten. Auf beide Einwände gab es ähnlich überzeugende Entgegnungen wie bei meinem Vorredner: es wäre auch von Ha'aretz anerkannt worden, daß "wir jetzt wieder Deutsche sein könnten" und nach wie vor hätte Deutschland die geringste Rate an Nationalstolz in den Umfragen; zur Wahl gab der Referent an, Deutschlandfunk gehört zu haben, wo ein Wahlkampfauftritt Schröders kritisiert wurde, und überhaupt habe Schröder ja verloren, oder? (War das so?)

Als nächstes gab jemand zu, daß die Pogromstimmung während der WM ausgeblieben sei, was aber sei mit der Kontinuität, soll man nun die Geschichte der letzten 15 Jahre umschreiben? Ohne ja zu sagen, sagte der Referent ja, denn seit 1990 habe es die Rede vom Griff nach der Weltmacht gegeben, dabei war nur "normale Interessenverfolgung" zu besichtigen.

Vom nächsten Diskutanten wurde die Schraube noch etwas weiter gedreht. Der völkische Nationalismus sei zu republikanischer Nationalismus geworden, der Hauptfeind sei nicht das eigene Land. Auch Horst Pankow hätte keine Unterschiede zwischen deutschem und englischem Verhältnis zum Islam zu benennen gewußt (nicht mal der... na dann... ) . Es würde sich also die Frage stellen, was das spezifisch Postnazistische in Deutschland sei. Den zugespielten Ball verwandelte der Referent mit dem Verweis darauf, daß Antizionismus weniger ein deutsches als ein europäisches Phänomen sei; es bleibe wichtig, "den Islam" zu bekämpfen.

Die Einwände waren bereits aufgeregter und gaben das Gefühl leichter Fassungslosigkeit wieder. Der nächste begann denn auch defensiv, selbstverständlich würde Deutschland nicht nach der Weltmacht greifen und kein neuer Nationalsozialismus bevorstehen, linksradikale Mythen seien anzugreifen, ABER daß "normaler Nationalismus" so leicht über die Lippen kommt, sei schon unglaublich: "...wegen Auschwitz kann es keinen normalen Nationalismus geben, denn auch normaler deutscher Nationalismus ist nicht normal." (Die Deutschen üben performative Normalität? Zivilisationstravestie?) Die alarmisierende Sprache sei weiterhin angemessen, hieß es in alarmisierter Sprache.

08062006175


Aus der Veranstaltergruppe wurde nun präzisiert, daß Normalbetrieb heißen würde, es gibt keinen Ausnahmezustand. (Heißt das, daß es weder vor noch während oder nach dem Nationalsozialismus permanente Krisenbewältigung gegeben hat, die ja der permanente Ausnahmezustand ist?) Gerade wegen Auschwitz müsse also "normaler Nationalismus" gegen völkischen verteidigt werden. Sogar Juden seien mittlerweile eingemeindet, wie die öffentlichen Nachrufe auf Paul Spiegel als "deutschem Patrioten" gezeigt hätten. "Normalen Nationalismus" mit Nationalsozialismus zu analogisieren, würde Auschwitz verniedlichen.
Gleichzeitig wurde eingeräumt, daß Normalität aber auch Abschließen mit der Vergangenheit, also mit Auschwitz, bedeuten würde - das sei "der Pferdefuß": "daß man sich nicht mehr mit der Vergangenheit beschäftigt". (Außer die beiläufigen, sporadischen Notizen zu Dresden, Vertreibung, Untergang und wie es der Ami getrieben hat...)

Der nächste aufgeregte Einwand sprach mir aus dem Herzen. Was denn mit Geschichtsrevisionismus und Erinnerungsdiskurs sei, ob es denn nicht den meisten sehr wichtig sei zu sagen, Opa war kein Nazi? Was denn die Basis dieses neuen Nationalismus sei?

Ein anderer aus der veranstaltenden Gruppe gab sich skeptisch. Egal ob es nur zwei Formen des Nationalismus oder auch Mischformen gäbe - alles schlimm: "Wie sieht's denn am Stammtisch in der National Befreiten Zone aus?" Postnazismus tauge natürlich nicht als Welterklärung, aber in seiner Reflexion auf Auschwitz liege beständige Aktualität, Auschwitz sei immer noch für alle Politik zentral. Der Referent knüpfte mit der verblüffenden Feststellung daran an, daß Deutschland Israel wegen Auschwitz verteidigt. Der "normale Nationalismus" sei normal, weil er nicht eliminatorisch ist. (Er ist ja auch nur Feindmarkierung derer, die nicht mitmachen.)

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Form und Klang der Ausgrenzung der Nörgler sei nicht normal, wurde eingewendet. In den USA dürfe die Fahne verbrannt werden, hier hingegen wurden nicht Fahnenschwenkende aggressiv ausgeschlossen. Nationalismus sei immer Bekenntniszwang und Exklusion, hieß es darauf aus der Gruppe, wichtiger sei, was der Inhalt des Bekenntnisses wäre - Volk oder Verfassungsstaat: "Was ist das spezifisch Deutsche am Ausschluß?"

Die gleiche Diskussionsteilnehmerin, die auf die Erinnerungspolitik hingewiesen hatte, unterstrich noch mal, daß es in praktisch jeder WM-Diskussion um die Geschichte gegangen sei. Ein anderer meinte, okay, es sei nicht völkisch oder auf dem Weg nach Auschwitz, aber mit Geschichtsaufarbeitung hätte sich's jetzt wohl. Aus der Gruppe wurde abermals programmatisch gesprochen: es handele sich um einen Nationalismus, der durch Geschichtsaufarbeitung durchgegangen ist. "Du bist Deutschland" sei doch ein antivölkisches elitäres Projekt, ein gescheiterter Zivilisierungsversuch gewesen. (Wurde dann nicht einfach versucht, den Makel anzunehmen? Wird nicht einfach etwas gespielt, von dem man annimmt, "das Ausland" würde es für normal halten, so wie hier Filme gedreht werden in der Hoffnung, jemand würde sie "international" finden?)

Das Schlußwort hatte nochmals die Frau mit der Erinnerungspolitik: Letztlich aus dem Zwang heraus, normal zu erscheinen, sehe sich Deutschland nun als "Erinnerungsweltmeister".

Da ist es bemerkenswert, wie schnell die lieben Kritiker vergessen. Etwa, daß die Bundesrepublik eher in der Reaktion auf die 68er zivilisiert wurde, daß viele liberale oder wenigstens nicht so deutsche Elemente der gesellschaftlichen Realität sich immer noch den Begleiterscheinungen der Besatzungszeit verdanken, daß das Selbstbild der Deutschen zumeist zivilisiert war, daß sich die Mehrheit ihres Feindbildes weiterhin recht gewiß zeigt. Das linke Ressentimentgenerve über den "Bullenstaat" und das "Vierte Reich" hinter sich zu lassen und nicht in jedem Polizisten einen SA-Mann zu wähnen, finde ich vernünftig. Gleich am anderen Ende rauszukommen und die deutsche Zivilisationstravestie als überzeugend durchzuwinken, erscheint mir naiv und nur aus dem eigenen Befinden begreiflich. Wie sonst ist zu erklären, daß sich in einer kritisch-kommunistischen Veranstaltung selbst ein angeführtes "normal" in solcher Inflation findet?

Wenn Nationalismus ausgerechnet in dem Land wieder salonfähig ist, das damit die größten Verheerungen anrichtete, das mit seiner Ideologie immer noch als Maßstab und Vorbild für viel zu viele funktioniert, ist das allerdings nicht normal mit oder ohne Anführungszeichen, und ebensowenig ist es egal.
17.7.06 18:59


Kommunismus

Der erste Teil von “Kommunismus. Kleine Geschichte, wie endlich alles anders wird” von Bini Adamczak als Podcast bei Sammelsurium.
17.6.06 03:15


Achmadinedschad kämpft für Deutschland

Am Donnerstag hatte ich dem Kölner CCC und seinen Gästen meine Interpretation von Ahmadinedschads Brief an Bush vorgestellt und war mir sicher, daß dieser Brief das größte Ausmaß an Selbstentblößung bleiben würde, das vom iranischen Präsidenten zu erwarten ist.

Indes hat er sich nun mit dem 'Spiegel' unterhalten (englische Version, deutsche nur in Print) und dabei demonstriert, daß er es prima versteht, den Umstand auszunutzen, daß auch sein offen ausgebreiteter Antizionismus bei deutschen Journalisten vor allem den Wunsch auslöst, sich noch länger darüber informieren lassen zu wollen.

Der 'Spiegel' ist Ahmadinedschad voll auf den Leim gegangen. Der iranische Präsident wollte mit deutschen Journalisten reden, weil er in ihnen potentielle Verbündete, mindestens jedoch nützliche Idioten sieht: "Wir haben das deutsche Volk als Ansprechpartner gesehen. Mit Zionisten haben wir nichts zu tun." Er kann ihnen persönlich unterstellen, eine "Geisel der Zionisten" zu sein und mit dieser Formel den 'Spiegel', ganz Deutschland und den Iran zu einer Interessengemeinschaft zusammenwerfen; er kann seine Interviewer in einer konstanten Defensivposition halten; er muß nicht befürchten, auf die Hizbollah angesprochen zu werden. Er genießt, daß seine Verschwörungstheorie unter Meinungsfreiheit fällt und daß sie von professionellen Journalisten auch als Meinung akzeptiert wird. Denn der 'Spiegel' ist unverkennbar stolz, vom "Mann, vor dem die Welt sich fürchtet" (Titelseite) erwählt worden zu sein. Gleich "von diversen Regierungsstellen" wurde signalisiert, daß die "Dialogbereitschaft" Ahmadinedschads an diesem Interview abgelesen werden würde.

Und Wunder, er ist dialogbereit! Er mag den 'kritischen Dialog', der es ihm erlaubt, in einem deutschen Nachrichtenmagazin auf sechs Seiten die Journalisten vorzuführen, die das scheinbar noch gern haben. Er kann den Grund für die "Aufregung" bezüglich seiner Person darin verorten, daß "das Netzwerk des Zionismus (...) weltweit sehr aktiv [ist], auch in Europa". Er kann dem 'Spiegel' unterschieben, daß dieser trotz seines Renommées "die Wahrheit über den Holocaust" wohl nicht veröffentlichen dürfte: "Sind Sie befugt, alles darüber zu schreiben?" Er kann behaupten, daß Forschung über den Holocaust "nicht erlaubt" sei, daß es zwei Gruppen von Forschern gebe, von denen die eine "politisch motiviert" sagt, "daß der Holocaust geschehen ist", die andere hingegen im Gefängnis sitzt. Dagegen kann er halten, daß diese zweite Gruppe von Forschern im Iran "unbesorgt sein" könne. Bei keinem dieser Anwürfe schaffen es die Interviewer, ihm Paroli zu bieten, ihre schlappen Einwände, die laut "Hausmitteilung" ja auch die "entspannte Gesprächsatmosphäre" nicht gefährdeten, bilden eher eine unschätzbare Kulisse.

Ahmadinedschad kann das "deutsche Volk" als "Gefangenen des Holocaust" bezeichnen. Er kann fragen: "Warum stehen unter den 60 Millionen Opfern" des Zweiten Welkriegs "nur die Juden im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit?"

Überhaupt hat es ihm die deutsche Opferperspektive sehr angetan, was die Frage nach den Quellen seiner Auffassung nahegelegt hätte. Doch er wird nicht gefragt, wie er denn eigentlich zu der Auffassung kommt, daß "das deutsche Volk heute dafür erniedrigt" wird, "daß es im Laufe der Geschichte eine kleine Gruppe von Menschen gab, die im Namen der Deutschen Verbrechen begangen haben". Stattdessen darf er fragen und das tut er dann auch: "Warum soll die [heutige deutsche Jugend] Zionisten gegenüber Schuldgefühle haben? Warum sollen die Kosten für die Zionisten aus ihrer Tasche bezahlt werden? (...) Warum wird dem deutschen Volk so viel auferlegt? (...) Warum darf das deutsche Volk nicht das Recht haben, sich zu verteidigen? (...) Warum werden die Verbrechen einer Gruppe so betont, anstatt vielmehr das große deutsche Kulturerbe herauszustellen? Warum sollen die Deutschen nicht das Recht haben, ihre Meinung frei zu äußern?"

Das Interview hat den Charakter einer politischen Schaubühne, auf der die Journalisten die nötige Staffage abgeben und von Ahmadinedschad als untertänige Nachbeter der zionistischen Propaganda vorgeführt werden können. Denn die naheliegenden Einwände bleiben aus, etwa, warum er nicht über das Eigene reden mag, das er so systematisch ausblendet; warum er lieber die Auffassungen deutscher Nazis verbreitet, um sofort abzulenken, wenn er auf das iranische Atomprogramm angesprochen wird: "Diejenigen, die Holocaust-Forscher einsperren, sind für Krieg und gegen Frieden."

Ahmadinedschad sucht Verbündete. Nach seinem gescheiterten Bekehrungsversuch beim US-Präsidenten ("Gott allein dienen und ihm nichts beigesellen... Zunehmend erkennen wir, daß Menschen sich zusammentun in Richtung auf einen Anziehungspunkt - Gott den Allmächtigen... Möchten Sie nicht dabei sein?"), bei dem es ihm nicht gelang, den Kunden von Jesus auf Allah upzugraden, hat er sich nun den Deutschen zugewandt, die jedoch offenbar vom zionistischen Zauber benebelt sind und ihre nationalen Befreiungskämpfer unterdrücken.

Daß er jedoch nun die Möglichkeit bekommen hat, in dieser epischen Breite den "armen kleinen Deutschen" (Knarf Rellöm) ihre Leib- und Magen-Weltanschauung zu präsentieren, könnte verheerend wirken. 'Seht nur, der Iran ist genauso unschuldig wie wir!' werden nicht wenige von ihnen denken, sie werden jemanden wahrnehmen, der in völliger Gewißheit spricht, während seine Gesprächspartner vom 'Spiegel' sich rechtfertigen müssen. Womit sie so beschäftigt sind, daß Ahmadinedschad auf jeden Fall damit durchkommt, sich selbst und sein Regime im gesamten Interview nicht verteidigen zu müssen.
30.5.06 12:01


18.5.06 12:06


'Potsdam jagt die Nazi-Schläger'

Jetzt sind rechtzeitig vor der WM die vernehmbaren Deutschen von der BZ-Redaktion bis zum Busfahrer zu aufrechten Antifaschisten geworden, die im Geiste von 2000 die härtestmögliche Bestrafung für eine Tat fordern, die sie noch vor kurzem nicht sonderlich gestört hätte. Unterschied zu sonst ist neben dem Termin die günstig verwendbare Formel vom "Deutsch-Äthiopier". Um an den Fürbitten vorbeizuschauen, die das Ausland über die Verbreitung deutschen Gedankenguts in Deutschland hinwegtäuschen sollen, mußte ich dahin gehen, wo Deutsche noch unter sich sind und entsprechend reden: in den Pausenraum "uff Arbeit" und in die letzte Treptower Kneipe vor Neukölln, einst Hort der DDR-Dissidenten.

Die Kollegen wünschten sich innig, es mögen, wie der Berliner Kurier es ihnen in Aussicht gestellt hatte, richtige Nazis gefaßt werden, welche ohne Haare und mit Hakenkreuz-Tätowierung. Daß die nun in grotesker Inszenierung Verhafteten schon in denselben mehr deutschen als rechten Dunstkreis gehören, in den sich die lieben Kollegen schon vor dem ersten Bier mit jeder einzelnen Äußerung auch einsortieren, paßte ihnen gar nicht.

Die Kneipeninsassen haben keine Zweifel. Die ganze Geschichte ist ein Witz, sagt einer, die Wirtin wiederum stellt ihre eigenen Überlegungen an. Über den Angegriffenen sagt sie: "Der war doch betrunken, der Mann. Der hat sich ausm Staub jemacht, während seine Leute zu Hause am Verhungern sind. Der war betrunken, der hat sicher auch jeglaubt, ihm jehört janz Deutschland. Der hatte sicher ooch sein' Anteil dran. Das können jenauso jut seine eigenen Leute jewesen sein." Woraufhin die Kneipenbewohner Pläne schmieden: "Man müßte allen, die nur zujekuckt haben, ooch uff die Fresse hauen." Und: "Man müßte 'ne Gegendemonstration machen."
23.4.06 20:03


Nicht auspacken!

>>Wann es zu dem Verfahren gegen Julia S. kommen wird, weiß sie auch nach mehr als einem halben Jahr noch nicht. Der Fall wird ebenfalls vor dem Landgericht verhandelt, sie und ihr Anwalt rechnen deshalb mit einer hohen Haftstrafe. »Drei Jahre Gefängnisaufenthalt könnten mich erwarten«, befürchtet sie. Seit sie wieder frei ist, ist sie ständig unterwegs, von einer Informationsveranstaltung zur nächsten. »Nach dem Knast geht der Stress erst richtig los«, sagt sie. Ihr Gesicht sei den Neonazis jetzt bekannt, sie begrüßten sie mit ihrem Namen, wenn es mal zu einer Begegnung komme, erzählt sie. Die fünf Monate in Untersuchungshaft hätten sie sehr verändert. Dennoch habe sie es bisher nicht bereut, die Aussage verweigert zu haben.<<

(Jungle World)
3.4.06 13:21


Ten German Bombers

Meine Idee im Dezember war ja gewesen, das englische Hooligan-Lied von LFO zu Gabba oder Breakcore verarbeiten zu lassen ("Jagdflugzeug-Holocaust"), aber vielleicht ist es angemessener, daß es nun torsun und KP Berlin pretty close to Scooter intonieren. Lustiger ist es auf jeden Fall. Dann wird nächstes Jahr in Dresden vielleicht auch mitgesungen.


falls nicht performant: Mirror (avi)

und das mp3 vom Song
28.3.06 01:00


An seiner Stelle

Als Illustration für dieses Posting von scrupeda eine Episode aus dem Pausenraum von heute nachmittag:

Kollege liest im 'Kurier' über den als 'SPD-Nazi' titulierten ehemaligen Brandt-Berater und seine ihn einholende Vergangenheit, welche hauptsächlich aus einem von ihm als Wehrmachtsoffizier angeordneten Massaker an Zivilisten besteht.

Die spontane Reaktion des Kollegen ist die, laut die Frage aufzuwerfen, ob er sich selbst "in so einer Situation anders verhalten hätte, wenn es heißt, die tot oder du". Auf meinen Einwand, es hätte sich um seinen Befehl und eben Zivilisten gehandelt, antwortet er mit der Frage, ob ich denn sicher wäre, daß die ganze Geschichte stimmt. Wiederum wende ich ein, daß in dem Artikel stehen würde, er hätte es ja bereits zugegeben, woraufhin der Kollege tatsächlich fragt: "Haste das auf Tonband?"

Dieser Kollege ist kein Nazi, aber schlimmer eben: ein Deutscher, der jede Kriegsgeschichte auf sich bezieht und sich alsbald und umstandslos von Zivilisten zu einem Massaker gezwungen wähnt.
23.3.06 21:56


Weitere Vergewisserung

Sind Antifa-Demonstrationen als politisches Mittel...
...überholt.
...angemessen.
...leider alles, was wir haben.
...der Ausdruck von Unbeugsamkeit und Kampfbereitschaft der heldenhaften linken Szene.
...modisch.
...kontraproduktiv.
...langweilig.
...weniger sinnvoll denn als Notwehrmaßnahme.
...weniger wirksam denn als Gelegenheit, um Leute kennenzulernen.
...durch die Dialektik von Abgrenzung und Wirkung paralysiert. (Mehrfachnennungen möglich)
23.3.06 21:31


Vergewisserung

Die von den heutigen und hiesigen Nazis ausgehende Gefahr wird allgemein...
...übertrieben.
...untertrieben.
22.3.06 22:21


Nazis an der Laterne

In der Thalenser Umgebung herumlaufen, um den Kopf zu lüften fürs Schreiben, hat derzeit den Haken, daß jeder Weg durch die Stadt mit Landtagswahlplakaten gesäumt ist, von denen als erste in beachtlicher Menge die der DVU zu sehen waren ("Wehrt euch!", "Wer sicht nicht wehrt, wählt verkehrt", "Rechtsanwalt Dr. Ingmar Kopp - Er sagt, was Sachsen-Anhalt denkt"), die bis auf wenige Ausnahmen auch zumeist unbeschädigt und unbemalt hängen geblieben sind.

Der heutige Ausflug nach Quedlinburg zeigte nun zweierlei. Einerseits, daß die totgeglaubten Republikaner sich ernsthaft Gedanken gemacht haben, wie sie inhaltsfrei aus dem Seitenaus noch ein paar Punkte machen können - sie zeigen eine junge Frau, die sich nach vorn gebeugt tief in den Ausschnitt blicken läßt, daneben die Parole: "Deutsch ist geil". Andererseits gibt es in Quedlinburg scheinbar noch Reste einer Antifa, da ein Großteil der Naziplakate mit schwarzen Farbbeuteln unlesbar gemacht wurde. Zu wissen, ob die gleiche Wurfaktion auch absichtlich die MLPD-Plakate traf, könnte Aufschluß über die inhaltliche Ausrichtung dieser Antifanten geben.

Ich halte Augen und Ohren offen, dann halte ich aber auch besser die Klappe.
8.3.06 21:12


Distinktion at last: Destroy the spirit of Dresden Teil 2

Nachdem die Nazis am Samstag zwar verloren haben, aber haupts?chlich das Image der Stadt Dresden als Sieger gelten d?rfte (Dresdner Neueste Nachrichten: "Ein deutliches Zeichen: Es l?sst sich nicht verhindern, dass Ewiggestrige den 13. Februar missbrauchen. Aber es l?sst sich verhindern, dass sie es im Herzen Dresdens tun."), gab es heute morgen die Gelegenheit, der B?rgereinheitsfront, die bei der Br?ckenblockade nach der letzten Sprachregelung nur noch "Dresdner" gesehen haben will, die angetragene Liebe zu verwehren.

Etwa 100-200 Antifas - also nur etwas weniger als die Menge, die am Samstag die Br?ckenbesetzung zuerst m?glich gemacht hatte - zogen zum Heidefriedhof, wo Nazis wie etwa Holger Apfel und zahlreiche andere Politiker der Stadt zusammen mit offenbar wenigen B?rgern "am Rumopfern waren" (Lauti).

Die Redebeitr?ge der Demo - wieder umrahmt von wirklich gut ausgew?hlter Musik - vollzogen einen Rundumschlag gegen Geschichtspolitik und Antisemitismus; die Gruppe Sabotage benannte Orte wie Lidice, Coventry und eben auch den tiefbraunen Reichsbahnknoten Dresden als Beispiele f?r das Wirken der deutschen T?tergemeinschaft.

Die anf?ngliche Bef?rchtung, au?er den Tieren im Wald um die Autobahn herum w?rde niemand etwas von der Demo mitbekommen ("Fuchs und Hase, wir sind da - Autonome Antifa"), zerstreute sich mit Erreichen des Friedhofseingangs, da wir nun f?r den Verlauf der "Prozedur" (Megaphonmann) f?r alle, die kamen, gingen oder auf langsam vorbeifuhren, gut sichtbar und h?rbar "Deutsche T?ter sind keine Opfer", "Deutschland ist gro?er Schei?, diese Stadt ist der Beweis" und "Heult doch!" rufen konnten. Nach Auskunft der wenigen Antifas, die auf dem Friedhof kurzzeitig das "Geopfer" (Megaphon) st?ren konnte, waren wir auch drinnen bisweilen gut zu vernehmen.

Ins angestimmte "Ten German Bombers" fiel leider niemand ein, daf?r gab es eine Gewinnspiel, bei dem f?r den originellsten Slogan ein beliebiges Teil der Frauenkirche ausgelobt wurde (an Selbstabholer).

Die Reaktionen waren durchwachsen. Die meisten Friedhofsbesucher schienen verbl?fft zu sein, da? es "sowas" ?berhaupt gibt, nicht wenige verlangten denn auch folgerichtig danach, uns auszurotten oder alle ins Lager zu sperren. Daneben gab es dennoch vereinzelten Zuspruch, etwa von einem ehemaligen Wehrmachtssoldaten, der uns mitteilte, da? damals alle um ihn herum in der Wehrmacht stramme Nazis waren und da? sie jetzt mal nicht so tun sollen.

Als die Prominenz den Friedhof wieder verlie?, geriet unsere Kundgebung sogar f?r eine ganze Weile in den Schu?bereich von Fernseh- und Pressekameras, die vorsorglich mitgef?hrten Pressemappen verteilten sich recht gut. Ein MDR-Mikrophontr?ger fing sich mehrere Sprechch?re ein, u.a. den extra f?r den Tag ?berarbeiteten "Gegen jeden Geschichtsrevisionismus, nieder mit Deutschland, f?r den Kommunismus!"

Je nachdem, wie peripher die heutige Aktion in der Berichterstattung auftauchen wird, k?nnte das schiefe Samstagsb?ndnis mehr oder weniger deutlich dementiert worden sein. Immerhin spielten sich die beiden Br?ckenblockaden und die heutige, politisch viel deutlichere Demo in Dresden ab, wo Derartiges bisher nicht unbedingt f?r besonders wahrscheinlich gehalten wurde.
13.2.06 14:45


Geisterjagd: Destroy the spirit of Dresden Teil 1

Am Samstag sollten die Aktivit?ten gegen den Dresdner Opfermythos mit einer Antifa-Demo und der Blockade des Naziaufmarsches beginnen.

Vor Beginn der Demo sah es am Startpunkt recht traditionalistisch aus: lange nicht gesehene Mengen an Palit?chern, sogar eine Pace-Fahne. Der Eindruck glich sich etwas aus, zum einen, als schlie?lich auch die Antifas hinzutraten, die vorher wegen der K?lte in der Imbi?abteilung der Altmarktgalerie gewartet hatten, zum anderen, da der Lauti mit wirklich gut ausgesuchter Musik (elektronischer Frickelpop taugt auch sehr gut als kulturelle Kampfansage an den restaurativenKlassik- und Orchester-Fetisch der Nazibeschallung) Sprechch?re mit den Endreimen "Pack" und "Sack" und ?hnliches zu ?bert?nen vermochte.

Mit etwa 500-1000 Teilnehmenden zog die Demo durch die Altstadt, es gab lediglich kurze Gerangel, als Nazis in der N?he auftauchten. Bestimmend f?r den Eindruck der Demo d?rften jedoch die Wortbeitr?ge zum Dresdner Antisemitismus und zur Frauenkirche gewesen sein. (Nebenschauplatz: Beim Vorbeilaufen an der Synagoge fragte ich den Tr?ger den Pace-Fahne, ob er sie nicht wenigstens hier mal kurz zusammenrollen k?nnte, woraufhin er begann, mir einen Vortrag ?ber "deren Opfermentalit?t" zu halten, die ja auch f?r Krieg verantwortlich sei.)

Als nach der Aufl?sung am Pressehaus der Versuch, an Ort und Stelle zur Nazi-Route durchzubrechen, gescheitert war, diffundierten die Antifas in kleinen Gruppen zur?ck in die Altstadt und warfen einen Blick auf die gerade startende Nazidemo vorm Landtag, bis die Augustusbr?cke, auf der die Nazis auf ihrem R?ckweg auf die Altst?dter Seite laufen wollten, als Sammelpunkt ausgegeben wurde.

Da? hier beim Wettlaufen mit der als Absperrkette vorgesehenen Polizeieinheit genug Antifas schneller auf der Br?cke waren, d?rfte f?r den Rest des Tages den Ausschlag gegeben haben. Jetzt konnte mit 200-300 Leuten blockiert werden.

Nach und nach mischten sich auch wenige, allerdings ?u?erst auff?llig beflaggte Gr?ne ("Wir tun was gegen rechts"), PDSler (Friedenstaube) und Jusos (allen Ernstes mit SPD-Fahne) von ihren St?nden auf der benachbarten "Demokratiemeile" aus unter die Blockierenden. Statt der ?blichen drei R?umungsdrohungen der Polizei wurden es vier, weder der Versuch, einzelne nunmehr sitzende Blockierende wegzupfl?cken, noch die ?berredungsstrategie, uns einzeln "im Interesse" unserer "eigenen Sicherheit aus diesem Gefahrenbereich" herauszukomplimentieren, waren erfolgreich. Auch die auffahrenden zwei Wasserwerfer ?nderten trotz Schnee und K?lte nichts. Au?erdem - und das war wohl der zweite Wendepunkt - hatten sich mehrere Landtagsabgeordnete zwischen die Blockierenden und die Polizeikette positioniert.

Nun wurde unklar, ob die Nazidemo, die mittlerweile auf der Neust?dter Elbseite am Carolaplatz zum Stehen gekommen war, abweichend vom Plan ?ber die Carolabr?cke gef?hrt werden und damit an der Synagoge vorbeiziehen w?rden.

Als schlie?lich die Nachricht eintraf, da? die Nazidemo sich aufgel?st h?tte und nun in einzelnen Gruppen versuchen w?rde, ?ber die Carolabr?cke zu kommen, verlie?en mehr und mehr Antifas die Augustusbr?cke und sammelten sich an der Synagoge. Als sich allerdings herausstellte, da? lediglich ein Teil der Nazidemo vergeblich versucht hatte auszubrechen und sie immer noch alle geschlossen am Carolaplatz standen, sah es zun?chst so aus, als w?rde die geschw?chte Blockade auf der Augustusbr?cke nun brechen und die Nazis doch wie geplant weiterlaufen k?nnen.

Stattdessen entschied die Einsatzleitung der Polizei, die Nazis r?ckw?rts auf ihrer Demoroute ?ber die Marienbr?cke zum Landtag zur?ckzuf?hren.

Damit ist Dresdens Image maximal gereinigt worden, die von den "B?rgers" bef?rchtete "Vereinnahmung des 13. Februars" konnte abgewehrt werden und es gelang den Gr?nen und der PDS, sich als ausschlagebende Kr?fte der Blockade zu pr?sentieren. In den Nachrichten fimierten wir alle unter "Menschen" und "B?rger".

Tats?chlich mu?te ich mir von dem gr?nen Transparenthalter, den ich auf der Br?cke anfangs ohne Erfolg versucht hatte, dazu zu bringen, da? er ohne Parteiwerbung bleibt oder mit ihr geht, im Nachhinein vorwerfen lassen, da? die Augustusbr?cke keine gute Wahl f?r die Blockade gewesen w?re, da ja so nur verhidnert worden w?re, da? die Nazis durch die sch?ne Altstadt laufen. Noch ein Beleg daf?r, da? von der "Demokratiemeile" aus nicht nur die Wahrnehmung der Gr?nen Jugend getr?bt war.

Am Abend herrschte trotz umherschweifender Gro?gruppen von Nazis in der Neustadt bei den meisten Antifas anscheinend der Eindruck vor, da? ihr Job erledigt sei. Ob das diesj?hrige Motto, das aus der Kampfansage gegen die Stadt und ihre Geschichtspolitik nunmehr eine Art Aufruf zur Geisterjagd gemacht hat, den Begriff der eigenen Rolle durcheinandergebracht hat? Ob ein paar Stunden in der K?lte schon zuviel Anforderung an die Kondition sind? Ob die Vereinnahmung durch die "B?rgers" auch aus Bequemlichkeit so gut klappt? Ob es dennoch als positiv zu werten ist, da? sich in Dresden mittlerweile Anzeichen b?rgerlich-demokratischer Mindeststandards bemerkbar machen?

Daf?r, da? es in Dresden war, schon okay.
12.2.06 12:17


Antideutscher Folkloreabend

Gestern abend fanden sich zumeist junge Antifas zum Partyfreitag der "Aktionswochen gegen deutsche Zust?nde" im Festsaal Kreuzberg ein. So sieht er also aus, der antideutsche Szenekonsens. Oder sind das nun die vielbeschworenen Softcore-Antideutschen?

Nein, veranstaltet wurden die Wochen von praktisch dem gleichen Zusammenschlu?, der sich im letzten Jahr f?r die Antisexismus-Wochen zusammengefunden hatte. B?se Zungen behaupten, da? ein gemeinsamer Feind - die Sexisten und "T?tersch?tzer" bei den "Hardcore-Antideutschen" - hier Einigkeit erzeugt hatte, wo es sie lange nicht gegeben hatte. Das BGAA hinter der Theke, der Antifaschistische Aufstand K?penick an der Garderobe, an den Balkons die Banner "Solidarit?t mit Israel" und "Faschismus als patriarchale Ideologie angreifen". So war denn auch im Festsaal noch die plumpeste antideutsche Folklore in Ordnung, sofern sie nicht mit der 'Bahamas' in Verbindung gebracht werden konnte. Am Einla? war zu erfahren, da? Egotronic damit gedroht hatten nicht aufzutreten, wenn auf dem Hausverbot gegen einen 'Bahamas'-Redakteur bestanden werden w?rde. Er durfte doch rein, der Eklat blieb aus, also wurde es lustig.

Erst wurde vorsichtig be?ugt, ob man Knarf Rell?m so gut finden durfte wie zu Hause. Irgendwann gingen die unwillk?rlichen Bewegungen Einzelner in kollektives Gewippe und Geschwanke ?ber, was als allgemeines Okay akzeptiert wurde, so da? der K?nstler sogar "sexy motherfucker" und "kommt n?her, ich will euch sp?ren" st?hnen durfte. Unterdessen wurde hinter dem Tresen diskutiert, ob das mit Israel denn wirklich so okay w?re, denn Frauen h?tten es dort auch nicht leicht. Droht uns aus dieser Richtung eine weitere Veranstaltung: "Sexismus in Israel - Keine Solidarit?t mit rassistischen und sexistischen IsraelInnen"?

Nun ja, Knarf Rell?m bot gegen Ende Bernadette la Hengst an der Gitarre auf und umgarnte den folgenden Auftritt von Plemo ("Ich will mit Mama weinen"), der dementsprechend auch erlaubt war.

Dann kamen als Headliner Egotronic (ja Headliner, Knarf Rell?m als Opener - so ?ndern sich die Zeiten), von Plemo mit dem Verweis auf seinen von Torsun bei der Trink-Lesung vollgekotzten Eimer angek?ndigt. Egotronic spielten, was sie immer spielen und rockten die Menge ordentlich (V36 als erstes St?ck und als Zugabe nehme ich aber doch pers?nlich!). Leider rutschte Torsuns aus der Arschtasche seiner Hose herauslugender Danebro schon w?hrend des ersten Liedes in die Tasche hinein. (Wird das der n?chste Fahnenstreit? Wer traut sich, mit einer d?nischen Fahne durch Kreuzberg zu laufen?) Ich wiederum war nicht zugegen, als Torsun nach Rappern fragte, die auf seinen "weisz nicht"-Beat quatschen sollten. Magic Moment daher: Torsun sagt "Walser-Fischer-M?llewahn" an, Jan fragt: "A-G-F oder?"

Die anschlie?ende Auflege lie? etwa bis zwei Uhr auf die erste Synkope warten, aus der dann aber in Gestalt eines Drum'n'Bass-Sets gleich ziemlich viele wurden. Ein paar Frauen verbrannten am Eingang einen Flyer mit antisexistischen Verhaltensma?regeln - mehr Distinktion war nicht.

F?r mich wurde das Politische dann recht privat, da ich - wie es unangek?ndigt alle paar Jahre geschieht - von einer erheblich konsequenteren Tramperin an einen unausgetragenen Pers?nlichkeitskonflikt meinerseits erinnert wurde. Ich bin Gelegenheitstramper, Reformist, domestizierter Nomade. Andere haben Zivilisationskrankheiten, ich habe Se?haftigkeitskrankheiten. Oder ich bilde mir etwas ein. Handfest genug immerhin, um mich stundenlang herumwundern zu lassen, ?berfordert zu stammeln und mich etwa bei der Lekt?re von "Ghost Riders" dazu zu bringen, mich dem Buch gegen?ber best?ndig zu rechtfertigen.
4.2.06 18:30


Konkrete Friedensangebote

Auf Michelle Malkins sehr christlichem Blog finden sich Fotos eines islamistischen Protests in London gegen die d?nische Blasphemie. Zum Beispiel diese:



4.2.06 17:56


Heaven's running out of virgins

Bei High Infidelity findet sich als "Gegenst?ck zu Hany Abu-Assads Terrorromanze 'Paradise Now'"ein Bericht ?ber Filmvorf?hrung und Diskussion zu Esther Schapiras Dokumentarfilm ?Der Tag, an dem ich ins Paradies wollte - Der Weg einer lebenden Bombe?.
21.1.06 20:11


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