Fernsehen: Felicitas Woll ist Dresden (Deutschland)
Der zum "Fernsehereignis des Jahres" ausgerufene Zweiteiler "Dresden" fängt praktischerweise erst am Ende des Krieges an, so daß es bei schemenhaften Verweisen auf die deutschen Taten bleibt: der "Führer" plärrt alle halbe Stunde eine Radioansprache, ein paar klar erkennbare Schergen heben sich von den guten Dresdner Deutschen ab, die verblüffenderweise fast alle hochdeutsch reden, Felicitas Woll gar mit ihrem starken Berliner Akzent. Kai Wiesinger, der den Quoten-Juden spielt, wird als am Anfang bei der Auflistung der Besetzung sinnigerweise als "Gast" deklariert; seine Figur wünscht sich die Bombardierung, als sie stattfindet irrt er aber wie die anderen nur herum, von seiner Flucht, die ich als Knoppsches Zugeständnis an die Geschichte erwartet hatte, ist nicht die Rede. Stattdessen endet der Film wirklich mit der Einweihung der wiederaufgebauten Frauenkirche, damit, daß die Deutschen endlich zur Versöhnung bereit sind und Sätzen wie "Wer das Weinen verlernt hatte, lernte es bei der Bombardierung von Dresden wieder." Wer bis dahin noch nicht geweint hatte...
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