Entschwörungstheorie - situation normal all cut-upspackenbanner

Sammelsurium Kommunismus 1 2 3 4



vorrundenaus 06
  Startseite
    Rubrik Vermittlung?
    Rubrik Cut-up & Remichsen
    Rubrik Antifa
    Rubrik Trampen
    Rubrik Gegen Geschichte
  Über...
  Archiv
  BESCHALLUNG
  Kontakt
 

  Abonnieren
 


 
Links
   Entschwörungstheorie
   Kulla Gesammelte Werke
   Kulla in der Jungle World
   scrupeda
   play in progress
   Ungis Metablog
   zovjet
   gegen das was ist
   bauhaustapete
   nada
   germanophobia
   kristi
   robotporn
   NS-Tätern auf der Spur
   lfo demon
   jochmet
   Chefduzen
   subwave
   Die Paranoiden beobachten uns!
   Teilnehmende Beobachtung in der Antifa
   Cut-up Germany
   Neingeist
   /usr/portage
   Morgenthau Blog
   Pfützis Sammelsurium
   Bier wird es immer
   Basics zum Trampen
   Berlintermin
   Praxis bestimmte Negation
   egotronic-Blog
   Volker Radkes Weblog
   cutuphistory
   meine antideutsche Baustelle
   Honestly Concerned
   Zoomquilt
   Bahamas
   Werner Pieper & The Grüne Kraft
   Der Stein der Weisen
   Pongmechanik

kostenloser Counter















































http://myblog.de/classless

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Ulrich Sahm im Centrum Judaica

Er plauderte und lachte, er kokettierte und erz?hlte Witze - und immer wieder machte er f?r den Auslandskorrespondenten eines deutschen Fernsehsenders erstaunlich klare Ansagen. Underdressed ("Die Mohammad-Krawatte habe ich eingepackt gelassen") f?r den bis zum Einla?stopp gef?llten Saal, in dem der israelische Botschafter und der Milit?rattach? sa?en, teilte der aus den n-tv-Liveschaltungen bekannte "Israel-Tourist seit drei?ig Jahren" seine Wahrnehmung der zur?ckliegenden Jahre im "Nahostkonflikt" mit dem altersm??ig und in jeder anderen Beziehung gut durchmischten Publikum: die lang geplante Intifada, um Israels "Schw?che" auszunutzen; Sharons als innenpolitische Provokation gegen Barak gedachter Besuch auf dem Tempelberg; schlie?lich die Hauptthese, da? Sharon seit sp?testens 2003 die Linie verfolgte, Israel von den Pal?stinensern abzukoppeln.

"Der israelische Botschafter wird mir bei jedem zweiten Satz widersprechen m?ssen", sagte er und kurz darauf: "Der Herr Milit?rattach? wird das nicht best?tigen, was ich sage, sorry."



Er berichtete unparteiisch von innen, von den Flugzeugen, die Tel Aviv vom Meer und nicht mehr in einem Schlenker ?ber die Westbank anfliegen; von der israelischen Ausl?nderpolizei, die mit den neuen Gastarbeitern ?berfordert scheint und den nigerianischen Botschafter und den Milit?rattach? von Thailand einsperrt; von den 26 teuren Grenzstationen, die Belege f?r die angestrebte Abtrennung auch der Westbank sind; von den Pal?stinensern wie auch den Anh?ngern von Erez Israel, die keinen Zaun wollten. Dennoch seien aber "Provisorien im Nahen Osten noch am ehesten f?r die Ewigkeit".

Da? nach dem R?ckzug aus Gaza ?ber die R?umung der vier Siedlungen im Westjordanland (bei n-tv) nicht mehr berichtet wurde, f?hrte er auf die gleichzeitigen ?berschwemmungen in Bayern zur?ck - dabei sei dieser R?ckzug der bedeutsamere gewesen: "Gaza war schon immer ein Dreckhaufen, da kamen bei niemandem biblische Gef?hle auf."

Schon 2001 habe Sharon gegen?ber Ha'aretz erkl?rt, was er unter den angek?ndigten "schmerzhaften Konzessionen" verstehen w?rde, da? n?mlich auf Dauer Schilo und Tekoa (wei? noch jemand, welches der andere Ort war, an dem die Bundeslade zwischengelagert worden sein soll?) nicht zu halten seien. Mit dieser Absage an die Dauerhaftigkeit dieser drei religi?s wichtigen Siedlungen habe Sharon das Ende der Siedlerideologie formuliert.

Intern habe ein Ex-Mossad-Chef das Ganze in einen gr??eren Zusammenhang gebracht, den Sahm nicht f?r richtig oder falsch erkl?ren, aber als Modell anf?hren wollte. Immer sei der Irak n?mlich als gef?hrlicher Teilnehmer an allen Feldz?gen gegen Israel f?r dieses eine Bedrohung gewesen. Die Siedlungen in der Westbank seien gewisserma?en auch eine Pufferzone in Richtung des Irak gewesen und seien nun nach dem Ende der baathistischen Herrschaft milit?risch bedetungslos geworden.

Daf?r, da? die EU - etwa in Gestalt des Botschafters eines gro?en, mitteleurop?ischen Staates - pl?tzlich gegen den Gaza-R?ckzug gewesen sei, weil sie Sharon nicht traute und das Ganze f?r ein Ablenkungsman?ver hielt, bezichtigte Sahm sie der Verschw?rungstheorie. Da? pal?stinensensische Minister ?ber die Ank?ndigung des Gaza-R?ckzugs einen ganzen Abend lang nur lachen konnten, war f?r Sahm einer der Gr?nde daf?r, da? sie sich nicht darauf vorbereiteten, was nun deutlich sichtbar werde.

Immerhin habe Sharon 1982 schon einmal Siedlungen r?umen lassen.

Auch ein "Experte" wie Hottinger von der Neuen Z?rcher habe irgendwann angefangen, statt vom arabisch-israelischen Konflikt vom israelisch-pal?stinensischen zu sprechen und die R?umung der besetzten Gebiete alle Hoffnung zu setzen. Dabei gab es viel mehr Konfliktparteien und Konfliktlinien, etwa den Beinahe-Krieg der T?rkei gegen Syrien wegen der dortigen Anwesenheit des PKK-Chefs ?calan. "Wurde der eigentlich von israelischen Agenten in Nairobi verhaftet oder ist das wieder nur eine Verschw?rungstheorie?" fragte Sahm. "Die Israelis waren ja immer alles. Der Tsunami! Neulich war ein Schneesturm im Libanon..."

Die neue Situation best?nde nun auch darin, da? ohne Vorwarnung und offizielle Erkl?rung die Pal?stinenser aus Gaza in die Zust?ndigkeit ?gyptens gefallen seien und das mit denen in der Westbank bald noch mal geschieht - f?r diese w?re dann wie bis 1967 Jordanien zust?ndig. Die Unabh?ngigkeit m??ten sie wie damals von den beiden arabischen "Bruderstaaten" einfordern, was allerdings wegen der Hamas wohl kaum passieren d?rfte.

Seitens der Israelis sieht Sahm das Sharonsche Verm?chtnis aber noch in Wirkung. Der Umstand, da? Kadima als "Partei ohne Programm", aufgebaut um einen Gr?nder, der im Koma liegt, dennoch gedeiht und mehr Sitze als die beiden n?chstbeliebtesten Parteien zusammen prognostiziert bekommt, zeige, da? das "Prinzip Sharon lebt".

Damit endete der etwas sprunghafte, aber ?berraschend lebendige und unterhaltsame Vortrag; als erstes wurde nun aus dem Publikum nach dem einen versprochenen Witz verlangt, der sich dann einfach als groteske Wahrnehmungsverzerrung der westlichen Medien entpuppte. Wie kann es sein, fragte Sahm, da? 180000 US-Soldaten etwa von der Sunday Times als nicht ausreichend f?r einen Angriff auf den Iran angesehen werden w?rden, w?hrend die insgesamt 180000 Mann, ?ber die die IDF ?berhaupt verf?gt, allen Ernstes als genug angesehen werden? Sollen die echt alle in Hubschraubern dorthin geflogen werden? 2000 Kilometer weit ohne Pause ?ber Feindesland?

Die n?chste Frage drehte sich um das Verh?ltnis von EU und Autonomiebeh?rde, und nun verfiel Sahm in einen verzweifelt-komischen Zynismus: "Geld stinkt nicht, wissen Sie. Arafat galt als erster demokratisch gew?hlter Pr?sident, Abbas wiederum ging als erster Pr?sident aus demokratischen Wahlen hervor." Die Pal?stinenser erhalten allein aus der EU pro Kopf viermal soviel Wirtschaftshilfe wie die Deutschen seinerzeit aus dem Marshallplan. Hinter den Zahlungen der EU stecke "ein politischer Wille", konkreter wollte Sahm das nicht ausf?hren.

Bez?glich der "Mauer", deren Verlauf und Wertung noch mal aus dem Publikum angesprochen wurde, kritisierte Sahm zwar deren Verlauf in und um Jerusalem, da die Stadt wirtschaftlich und sozial ruiniert werden w?rde; andererseits hielt er den "menschlichen Fragen" der Pal?stinenser, die nun nicht mehr in ihre Schulen oder zu ihrem Friedhof k?men, entgegen: "Es gibt gen?gend Israelis, die auch nicht mehr in die Schule oder ins Krankenhaus k?nnen, weil sie schon auf dem Friedhof liegen." An dieser Stelle gab es st?rmischen Applaus.

Nach der Anekdote von einem Hamas-F?hrer, der im Fernsehen gesagt haben soll, da? die Juden alle gehen sollen, aber wenn sie gehen, sollen sie den Strom da lassen, kam Sahm zu seinem abschlie?enden Statement zugunsten der Abschreckung. Chirac habe einfach zur?ckgedroht, das sei besser als vor dem Irakkrieg, als Deutschland und Frankreich die milit?rische Drohung nicht mitgetragen h?tten und sie daher von Saddam nicht ernstgenommen worden sei: "Sonst w?re er ins Exil gegangen, hat er selbst gesagt. Dann h?tte es den Krieg gar nicht geben m?ssen. Abschreckung funktioniert! Sie hat hier funktioniert, warum sollte sie nicht dort funktionieren? Zu sagen, wir w?rden keine milit?rischen Mittel anwenden - da lacht die iranische Regierung doch dr?ber!"
21.2.06 01:00
 



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung