Reise in die Vergangenheit 2
Im dieswöchigen SPIEGEL wird Felicitas Woll zu ihrer Rolle im deutschen TV-Opferschinken über Dresden interviewt. Sie zeigt sich davon beeindruckt, sich in die Erlebnisse ihrer Vorfahren zurückversetzen zu können und schlüpft daher gern in die Kluft jener Zeit, wie ihr Krankenschwester-Foto zeigt. "Ich hoffe, dieser Film schafft Veränderungen und Versöhnung", sagt sie und: "Da sin Völker, die gegeneinander kämpfen, aber auch in der Lage sind, sich zu lieben." Wurde ihr Verstand von Herrn Knopp persönlich durchgegrillt? Werden jetzt nach und nach alle jungen deutschen Kulturikonen in Rollen von damals gesteckt, damit "Erinnerung Identität und Kontinuität ermöglicht", wie Schröder 2004 so vielsagend formulierte? Und gibt es dann wirklich nur noch solchen Quatsch zu hören wie diese Schlußworte von Frau Woll: "Mir wurde klar, dass der Krieg so männlich ist. Die Frauenkirche hat etwas Weibliches. Sie ist hell und nicht erdrückend. Dresden ist weiblich. Es haut einen um"?
|